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Bodensee-Cup vom 14.-15. Mai 2009 Drucken E-Mail

Die ganze Equipe Einmalige Erfahrung für Fair Play Lausanne: 4 Medaillen geerntet!

Bei ihrem ersten internationalen Treffen haben die Waadtländer Tischtennisspieler 4 Medaillen in der Kategorie 11 von Special Olympics geerntet: eine Goldmedaille für Fabrice Dewarrat; zwei Silbermedaillen, eine für Ali Al Mayyah und die andere für Guy Clément; eine Bronzemedaille für Filipe Correia De Almeida. Yannick Puertas landete auf dem 4. Platz, Frank Cherpillod auf dem 5. und Julien Arcoria auf dem 6. Platz. Der Bodensee-Cup war ein Ort des Austausches und – über die Schranken der Behinderung hinweg – die Möglichkeit für jedermann, aus sich herauszuwachsen.

 

Text: Monique Bassin

Heftig klopfte das Herz der Waadtländer Tischtennisspieler am 13. Mai an der Abfahrt im Bahnhof Lausanne: Zum ersten Mal nahm die Tischtennis-Mannschaft von Fair Play an einem internationalen Treffen teil. Special Olympics war der Organisator, eine siebenköpfige Delegation startete zum Bodensee-Cup vom 14./15. Mai.

Nach der Busreise blieb keine Zeit übrig, um sich zu erholen. Kaum im reizenden deutschen Städtchen angekommen mussten die Waadtländer zur Eröffnungsfeier antraben. So kamen sie zur Gesamtübersicht dieses Events: 1200 Sportler mit geistiger Behinderung waren an Ort und Stelle. Sie kamen - mit Ausnahme unserer Fair Play Mannschaft - vom deutschen Sprachgebiet: von Deutschland, Österreich, Fürstentum Liechtenstein und aus der Schweiz. Warmherzig haben die Organisatoren und die zahlreichen Helfer alle Mannschaften empfangen. Doch die Waadtländer mussten eine zusätzliche Herausforderung meistern: sie waren die einzig Französischsprachigen am Bodenseeufer. Trotzdem ging es recht bunt zu, nachdem die Fahne hochgezogen und die Flamme Special Olympics vor dem Rathaus angezündet wurde. Bewunderung für den Mut unserer Sportler war in den Augen des Publikums zu sehen, was ihnen Zuversicht gab.

Am 14. Mai, dem ersten Tag des Wettkampfes, konnten sich 76 Spieler qualifizieren. So konnten sie endlich einmal neuen Sportlern mit geistiger Behinderung begegnen. Die Stimmung war heiter, es wurde gelacht. Auch wenn der Einsatz und die Lust, die anderen zu besiegen, mit jedem Match stieg! Die Organisation stützte sich auf das Modell von Special Olympics International für die Kategorie 11 und war perfekt. An den 16 Tischen der Sporthalle folgte Match auf Match und das Vergnügen der Spieler übertrug sich auf die Zuschauer.

Am zweiten Tag kam es schnell zum Finale. Am Morgen waren die Lausanner noch etwas schüchtern in ihren verschiedenen Kategorien. Allmählich fanden sie das Selbstvertrauen wieder und unsere Tischtennisspieler zeigten sich im Verlaufe der Matches frecher und kecker. Die Schläge wurden präziser. Damit konnten sie wertvolle Punkte einkassieren – und manchmal unerwartet gewinnen! Am Schluss gewannen unsere sieben Sportler vier Medaillen: eine Goldmedaille für Fabrice Dewarrat; zwei Silbermedaillen, eine für Ali Al Mayyah und die andere für Guy Clément; eine Bronzemedaille für Filipe Correia De Almeida. Yannick Puertas schaffte es auf den 4. Platz, Frank Cherpillod auf den 5. und Julien Arcoria auf den 6. Die Schlussfeier mit der Medaillenübergabe war emotional, denn unsere Mannschaft ist sich dies kaum gewohnt.

Die Sportler von Fair Play und ihre Eltern konnten an der Schlusszeremonie mitmachen. Yannick Puertas konnte die Fahne herunterziehen und der Vater von Ali, Herr Al Mayyah, konnte an der offiziellen Übergabe der Medaillen teilnehmen. Schliesslich entspannten sich alle Teilnehmer. Die fröhliche und freundschaftliche Stimmung zeigte klar, dass Sport mit Behinderung Menschen und Nationen verbinden kann.

Fazit von Nicolas Boss, der als Trainer dabei war: „Wir nehmen uns all diesen Austausch, die erlebte Sympathie und die Überzeugung mit, dass ein solcher Event jedem die Möglichkeit gibt, über die Schranken der Behinderung hinweg aus sich zu wachsen." Kommt es wohl auch zu einem Treffen in der Deutschschweiz? Gerne warten wir auf eine Reaktion der Sidespin-Abonnenten!