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Einmalige Erfahrung für Fair Play Lausanne: 4 Medaillen geerntet!
Bei ihrem ersten internationalen Treffen haben die Waadtländer Tischtennisspieler 4 Medaillen in der Kategorie 11 von Special Olympics geerntet: eine Goldmedaille für Fabrice Dewarrat; zwei Silbermedaillen, eine für Ali Al Mayyah und die andere für Guy Clément; eine Bronzemedaille für Filipe Correia De Almeida. Yannick Puertas landete auf dem 4. Platz, Frank Cherpillod auf dem 5. und Julien Arcoria auf dem 6. Platz. Der Bodensee-Cup war ein Ort des Austausches und – über die Schranken der Behinderung hinweg – die Möglichkeit für jedermann, aus sich herauszuwachsen.
Text: Monique Bassin
Heftig klopfte das Herz der Waadtländer Tischtennisspieler am 13. Mai
an der Abfahrt im Bahnhof Lausanne: Zum ersten Mal nahm die
Tischtennis-Mannschaft von Fair Play an einem internationalen Treffen
teil. Special Olympics war der Organisator, eine siebenköpfige
Delegation startete zum Bodensee-Cup vom 14./15. Mai.
Nach der Busreise
blieb keine Zeit übrig, um sich zu erholen. Kaum im reizenden
deutschen Städtchen angekommen mussten die Waadtländer zur
Eröffnungsfeier antraben. So kamen sie zur Gesamtübersicht dieses
Events: 1200 Sportler mit geistiger Behinderung waren an Ort und
Stelle. Sie kamen - mit Ausnahme unserer Fair Play Mannschaft - vom
deutschen Sprachgebiet: von Deutschland, Österreich, Fürstentum
Liechtenstein und aus der Schweiz.
Warmherzig haben die Organisatoren und die zahlreichen Helfer alle
Mannschaften empfangen. Doch die Waadtländer mussten eine zusätzliche
Herausforderung meistern: sie waren die einzig Französischsprachigen am
Bodenseeufer. Trotzdem ging es recht bunt zu, nachdem die Fahne
hochgezogen und die Flamme Special Olympics vor dem Rathaus angezündet
wurde. Bewunderung für den Mut unserer Sportler war in den Augen des
Publikums zu sehen, was ihnen Zuversicht gab.
Am 14. Mai, dem ersten Tag des Wettkampfes, konnten sich 76 Spieler
qualifizieren. So konnten sie endlich einmal neuen Sportlern mit
geistiger Behinderung begegnen. Die Stimmung war heiter, es wurde
gelacht. Auch wenn der Einsatz und die Lust, die anderen zu besiegen,
mit jedem Match stieg! Die Organisation stützte sich auf das Modell von
Special Olympics International für die Kategorie 11 und war perfekt. An
den 16 Tischen der Sporthalle folgte Match auf Match und das Vergnügen
der Spieler übertrug sich auf die Zuschauer.
Am zweiten Tag kam es
schnell zum Finale. Am Morgen waren die Lausanner noch etwas schüchtern
in ihren verschiedenen Kategorien. Allmählich fanden sie das
Selbstvertrauen wieder und unsere Tischtennisspieler zeigten sich im
Verlaufe der Matches frecher und kecker. Die Schläge wurden präziser.
Damit konnten sie wertvolle Punkte einkassieren – und manchmal
unerwartet gewinnen!
Am Schluss gewannen unsere sieben Sportler vier Medaillen: eine
Goldmedaille für Fabrice Dewarrat; zwei Silbermedaillen, eine für Ali
Al Mayyah und die andere für Guy Clément; eine Bronzemedaille für
Filipe Correia De Almeida. Yannick Puertas schaffte es auf den 4.
Platz, Frank Cherpillod auf den 5. und Julien Arcoria auf den 6. Die
Schlussfeier mit der Medaillenübergabe war emotional, denn unsere
Mannschaft ist sich dies kaum gewohnt.
Die Sportler von Fair Play und
ihre Eltern konnten an der Schlusszeremonie mitmachen. Yannick Puertas
konnte die Fahne herunterziehen und der Vater von Ali, Herr Al Mayyah,
konnte an der offiziellen Übergabe der Medaillen teilnehmen.
Schliesslich entspannten sich alle Teilnehmer. Die fröhliche und
freundschaftliche Stimmung zeigte klar, dass Sport mit Behinderung
Menschen und Nationen verbinden kann.
Fazit von Nicolas Boss, der als
Trainer dabei war: „Wir nehmen uns all diesen Austausch, die erlebte
Sympathie und die Überzeugung mit, dass ein solcher Event jedem die
Möglichkeit gibt, über die Schranken der Behinderung hinweg aus sich zu
wachsen."
Kommt es wohl auch zu einem Treffen in der Deutschschweiz? Gerne warten
wir auf eine Reaktion der Sidespin-Abonnenten!
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