Die
Besten U13 Spieler Europas am Eurokids Lehrgang im rumänischen Buzau
21 Länder, darunter die Schweiz, nahmen am Eurokids Camp vom 24.-30. November in Buzau teil. Jeweils ein Knabe und ein Mädchen waren pro Land im Aufgebot vorgesehen, wenn möglich die Nummer eins der jeweiligen U13 des Landes. Eine Ausnahme machte die ETTU für das Gastgeberland Rumänien sowie für das Gastland Ägypten. Für die Schweiz im Aufgebot standen Lionel Weber, Rio Star Muttenz (Schweizermeister U13) und Nicole Brunner, Rapid Luzern (Schweizermeisterin U11). Begleitet wurden sie von Karin Opprecht.
Als eine der jüngsten Teilnehmerinnen musste Nicole Brunner hart an ihre Grenzen gehen, wobei Muskelkater kein grosses Thema war: "Das Aufwärmen hätte ruhig kürzer sein können, es war jeweils sehr hart und viel länger als ich es normalerweise kenne. Die Arbeit an der Platte war durch die guten Spieler sehr intensiv, und ich dachte, die Übungen würden nie enden".
Alle Trainer teilten sich neben dem Headcoach Branka Batinic auf und betreuten die Kinder zusammen, sei dies am Balleimer (Manyballs) oder als Coach mit bestimmten Verantwortungsbereichen: Warm up, Stretching, Schnelligkeit, Kondition, Koordination, Cool down, Turnierleitung, Video und Foto. Da einige Trainer weder Englisch noch Deutsch sprachen, liessen sie ihre Spieler die korrekte Ausführung vormachen, dann hiess es jeweils: "Jorgic in the middle!" Der Spruch diente als Running-Gag in und neben der Halle.
Starker
Schweizer Auftritt
Lionel Weber erkämpfte sich im Einzelturnier den tollen 9. Rang von 27 Knaben (Bilanz 8:5) und setzte sich sehr gut in Szene. Als Belohnung erntete Lionel ein grosses Lob des Headcoachs Branka Batinic (ehemals Welt Nr. 4 und über 10 Jahre in den Top 10 der Welt): "Alle Kinder waren natürlich gut, und ich hatte meine Augen überall - aber der Schweizer Weber überraschte mich, er gefällt mir. Er ist eine positive Überraschung des Lehrganges. Das sage ich ihm offiziell, das ist ganz toll!" Der Gelobte äussert sich dazu cool: „Es war ein Erlebnis und einfach toll, mit den besten Spielern aus so vielen Ländern eine Woche trainieren zu dürfen".
Nicole Brunner schlug sehr überraschend die im ITTF Olympia-Hope Programm spielende Litauerin Orlawaite (Jahrgang 1997) und klassierte sich als drittbeste 1998-erin des Turniers auf Rang 16 von 21 Mädchen (Bilanz 2-11).
„Wir wollen Champions von morgen ausbilden, den Kindern fehlt noch viel Athletik, Kraft sowie Schnelligkeit“, so Branka Batinic. Sie erklärte den jungen Hoffnungen, dass für sie aber auch eine positive Körpersprache sehr wichtig ist, und dass die Kinder ein gutes Selbstbewusstsein haben müssen. Sie müssen intelligent sein und mitdenken können. Nebst guter Technik, müssen sie sich auch ein solides taktisches Wissen aneignen.
„Wir
mussten viel lachen"
Ohne grosse Worte verständigten sich die Kinder aus allen Ländern und Kulturen und es wurden auch einige Freundschaften geknüpft: "Wir hatten es unglaublich lustig im Zimmer, auch wenn wir uns kaum verstanden. Der Tscheche sprach knapp zehn Wörter Englisch und wir mussten dennoch viel lachen," schmunzelte Lionel und fügte an "very good".