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Porträt Gaël Vendé

gael2Zwischen Kinderbetreuung und Tischtennis-Training

Kein Zweifel, mit dem 21-jährigen Gaël Vendé aus Le Landeron (Neuenburg) haben wir einen aussergewöhnlichen jungen Crack entdeckt, der vor drei Jahren mit grosser Verbissenheit den Tischtenniserfolg anstrebte.

 

Heute hat er zwar noch immer viel sportlichen Ehrgeiz, doch neu nimmt die dreijährige Ausbildung zum Sozialerziehungs-Assistenten eine wichtige Rolle in seinem Leben ein.

Text: Robert Szendröi / Fotos: zvg

 

Blenden wir zuerst in die laufende Tischtennis-Saison 2017/2018 ein, wo der junge Gaël mit dem ZZ-Lancy in der NLA eine vielversprechende Meisterschaft hinlegt. Dazu der 21-Jährige: „In der Tat belegen wir zur Zeit den 6. Tabellenrang. Diesen wollen wir unbedingt halten, damit wir die Playoffs bestreiten können. Dort könnten wir dann unbeschwert und ohne Druck versuchen, die Halbfinals und – wer weiss – sogar das Finale erreichen. Schliesslich gelten wir in der Liga als sogenannte „Outsider“.“

 

A20-Klassierung und erfolgreiche Schweizer Elite-Meisterschaften 2018 im Fokus

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Damit sein Genfer Quartierteam solche Ziele nicht nur verfolgen kann, sondern davon träumen darf, hängt selbstverständlich auch von Vendés Leistungen am Tisch ab. Zum Thema holt der sympathische Romand weit aus: „Vor gut drei Jahren setzte ich voll aufs Tischtennis und trainierte bis zu 20 Stunden wöchentlich. Heute ist das nicht mehr möglich, da ich wegen meiner Berufsausbildung zum Sozialerziehungs-Assistenten zwei Tage die Schulbank drücke und die anderen drei Tage mit Kindern zwischen vier und zwölf Jahren beschäftigt bin. Dadurch hat sich mein wöchentliches Trainingspensum auf dreimal pro Woche reduziert. Jetzt trainiere ich zweimal und zwischen zwei und drei Stunden in Le Landeron und an spielfreien Wochenenden geht es am Samstag ab nach Lancy zu meinen Teamkumpels zur gemeinsamen Einzel- und Doppelpraxis. Trotz dem geringeren Fleiss will ich am Ende dieser Saison oder in der nächsten Spielzeit zum A20-Crack aufsteigen.“

 

Damit nicht genug, denn die diesjährigen Elite-Schweizer Meisterschaften finden praktisch vor Gaëls Haustüre, in Neuenburg, statt. Nachvollziehbar, dass er sich dafür hohe Ziele gesteckt hat: „Im 2016 habe ich mit Yoan Rebetez zusammen in Tenero den Titel im Doppel gewonnen. Ein Jahr später reichte es in Biel noch zur Silbermedaille. Nun wollen wir zu Hause erneut auf dem obersten Treppchen stehen! Ferner strebe ich im Einzel und Mixed an der Seite von Salomé Simonet je einen Medaillenplatz an.“

 

Reisen macht sportlich und privat meistens Spass

 

Eine weitere Leidenschaft von Gaël Vendé ist das Reisen. Gerne erzählt er zuerst von seinem Tischtennistrip an die „Francophonie“-Spiele 2017 in der Elfenbeinküste, genauer in Abidjan, wo er mit Salomé Simonet den Teamwettkampf, notabene eine Art „Tischtennis-Hopman Cup“ bestritt. Zusätzlich spielte er im Einzel- und Mixedwettbewerb. Und dies mit entsprechendem Erfolg, wie er erzählt: „Mein dritter Platz im Einzel in Abidjan gehört neben dem Schweizer Meistertitel im Doppel zu meinen grössten persönlichen Erfolgen. Zudem bin ich glücklich, dass ich mit Salomé im Mannschaftswettbewerb den dritten Platz holte und wir im klassischen Mixed ebenso Bronze gewannen.“

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Den Flieger besteigt Vendé aber nicht nur für Langstreckenflüge, wie er erzählt: „Nachdem wir am Samstag, 9. Dezember 2017, eine schmerzhafte 0:6-Heimpleite gegen den STT Lugano kassierten, ging es gleich am Sonntag zum Rückspiel ans Ufer des Ceresios. Da beschloss unsere Klubleitung, den Morgenflug von Genf nach Lugano-Agno zu buchen. Neben einer weiteren 6:2-Niederlage hatten wir dann mit dem Rückflug Pech, denn die Schneemassen liessen keine Heimreise mit dem Flugzeug zu. So übernahm die Fluggesellschaft unsere Rückreisekosten mittels Bahn. Klar, dass wir uns dann erst nach Mitternacht zuhause ankamen.“

 

Und weil Reisen das Leben abwechslungsreich macht, gönnte sich Gaël auch einen Silvester-Trip nach Brüssel. Dort amüsierte er sich mit seinen besten Freunden Pedro und Auguste beim Besuch des weltberühmten Brüsseler Atomiums sowie in der Innenstadt der EU-Metropole.

 

Familie und Freizeit sorgt für Abwechslung neben Tischtennis und Berufslehre

 

Obwohl Papa Cédric Sohn Gaël zum Tischtennis gebracht hatte, wird zu Hause nicht nur leidenschaftlich über die Lieblingssportart geplaudert. „Gerade der Final der Australian Open 2018 mit Sieger Roger Federer löste starke Emotionen aus. So sind die Rückhandschläge Federers eine Augenweide. Allerdings lassen sich diese Techniken in unserem Sport nicht gleichartig anwenden. Gemeinsamkeiten sehe ich indes im mentalen Bereich, gewissen Bewegungsabläufen, einigen technischen Details sowie dem taktischen Verhalten.“ Und wenn es einmal im Familienleben von Gaël im idyllischen Le Landeron ohne Sport zu und her geht, sorgt jemand anderes für spezielle Momente, wie Gaël berichtet: „Wir haben noch unsere Schildkröte namens Speedy, die uns tatsächlich auf Trab hält, denn sie erhielt diesen Namen, weil sie beim Kauf unter ihren Artgenossen die Schnellste war!“

 

Wir sind gespannt, wie sich Gaël Vendés sportlicher Weg weiter entwickelt. Und wer ihm noch enger auf den Fersen bleiben will, der findet immer wieder einige Schnappschüsse aus seiner Freizeit, Sport und Ferien auf Instagram.

 

Weitere Artikel in dieser Ausgabe:

Interview mit Dima Ovtcharov

Bilanz Top 16

Sidespin-Umfrage

 

 

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