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Tischtennis-Theorie Mai 2019

Panagiotis Noppen

Das Spiel mit und gegen lange Noppen - Teil 1

Tischtennis ist neben vielem anderen auch eine mental stark fordernde Sportart. Der Kopf muss frei sein, die Augen wach. Doch hat der Gegner auf der anderen Seite lange Noppen, dann ist es für einige mit dem frisch und wach sein bereits vorbei. Schlechte Erfahrungen ziehen auf, Niederlagen und sich anstauende Wut erscheinen vor dem geistigen Auge, die Alarmglocken schrillen. Warum? Eine wichtige Erklärung ist: Weil ihnen nicht klar ist, was Noppen eigentlich tun, wenn der Ball auf sie trifft.

 

Text: Dirk Lion

 

Schauen wir uns zunächst die Grundlagen an:

 

 

Grafik Tischtennistheorie Noppen

 

(Friedrich/Fürste 2015)

 

Diese Grafik, aus dem meiner Meinung nach besten Tischtennis-Buch von Fürste/Friedrich verdeutlicht sehr schön, wie ankommende Bälle auf verschiedenen Belag-Arten reagieren. Lange Noppen leben von der ankommenden Rotation und ihrer häufig so genannten „Schnittumkehr“. Eigentlich handelt es sich nicht um eine Schnittumkehr, sondern um eine Richtungsumkehr bei Rotationserhaltung. Bei einem Topspin erzeuge ich eine Vorwärtsrotation und die Schlagrichtung erfolgt ebenso nach vorne. Wird nun eine Unterschnitt-Abwehr mit einem Noppenbelag gespielt, so wird meine Rotation beibehalten, jedoch die Bewegungsrichtung geändert. Dadurch hat der Ball, den ich zurückbekomme, Unterschnitt.

 

Umgekehrt erhalte ich auf einen Unterschnitt-Ball dementsprechend Vorwärtsrotation zurück. So weit, so einfach? Diese Theorie-Basics sind unerlässlich für das Verständnis des Spiels mit oder gegen lange Noppen außen. Im ersten Teil werden wir uns nun genauer anschauen, was dies für das Spiel eines Abwehrspielers bedeutet. Worauf sollte er achten?

 

Länge der Bälle

Von entscheidender Güte ist die Länge des gespielten Balles. Ein Ball der relativ kurz hinter das Netz kommt, ist ungefährlich. Ein Schupf- oder Abwehrball, der das letzte Drittel des Tisches erreicht, ist viel schwieriger mit hoher Qualität zu spielen. Daher sollte das Training der Platzierung auch auf die Länge des Balles abzielen. Hierzu können z. B. Teppichfliesen, Schnüre oder Stangen als optische Hilfsmittel dienen, um dies gezielt zu trainieren.

 

Platzierungen

Wichtig zu wissen für einen Abwehrspieler: Aus welcher Seite ist der Vorhand-Topspin am gefährlichsten? Aus der RH-Seite! Dort hat der Angriffsspieler mehr Platz, kann sich weiter öffnen und dementsprechend „mehr in den Ball legen“. Daher sieht man auch auf Weltklasseniveau viele Schupfbälle von Abwehrspielern in die Vorhand des Gegners. Achten Sie bei Spielen einmal darauf! Dort wird der Angriffsspieler a) zum Topspin gezwungen und b) ist dort die Qualität des zurückkommenden Balles etwas geringer. Daher: Immer wieder platziert in Vorhand Schupfen. Als Hilfsmittel dienen auch hier die o. g. Trainingshilfen.

 

Das Angriffsspiel nicht vernachlässigen

Viele kennen das: Sie schätzen den Schupfball eines Abwehrspielers falsch ein und schupfen den Ball erneut. Durch die aufgezeigte Umkehr des Schnittes, hat der Ball aber Vorwärtsrotation und steigt. Statt nun erneut weiter zu schupfen, sollte auch der Abwehrspieler seine Chancen aktiv nutzen und den Angriff suchen. Gelegenheiten gibt es immer wieder! Trainieren Sie daher Ihr Angriffsspiel!

 

Belag drehen

Gerade Spielerinnen und Spieler, die noch nicht so vertraut im Spiel mit Noppen sind, müssen sich stark konzentrieren, um die Rotation richtig einzuschätzen. Sie müssen aktiv mitdenken und verlieren wertvolle Zeit. Dies sollte sich ein Abwehrspieler immer zu Nutzen machen und dies noch weiter erschweren, indem der Ball mit beiden Belagseiten – häufig einem normalen Noppen-Innen und einem Noppen-Außen-Belag – gespielt werden kann. Das fügt der Unberechenbarkeit des eigenen Spiels eine weitere Komponente hinzu!

 

Im nächsten Teil werden wir uns schauen, welche Strategien Angriffsspieler im Spiel gegen Abwehr anwenden können. Wir werden uns darüber hinaus konkrete Übungen anschauen, wie das Ganze trainiert werden kann.

 

Literatur: Friedrich, W./Fürste, F.: Tischtennis. Verstehen, lernen, spielen, Dußlingen und Wernau 2015

 

Weitere Artikel in dieser Sidespin-Ausgabe:

Porträt Timothy Falconnier

Seniorentraining in Fribourg

Der MTTV an der BEA

 

 

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