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Samir Mulabdic„Ich bin voller Energie"

Als Tischtennistrainer gibt es keine Bürozeiten. Es ist ein Job, bei dem man immer etwas mehr geben muss als normal. Trotzdem sagt Nationalcoach Samir Mulabdic, er könne sich keine bessere Arbeit vorstellen. Sidespin stellt einen ganz normalen Tag des Profitrainers vor......

 

Text: Michel Modoux, Photos: René Zwald

 

Es ist Mittagszeit. Das Telefon klingelt. „Kann ich Dich in zehn Minuten zurückrufen? Ich bin gerade bei der Suppe." Samir Mulabdic ist es sich gewohnt, gestört zu werden. Er bleibt ruhig. Soeben hat ihn ein Reporter angerufen, um ein Interview mit ihm zu machen. Mulabdic beendet sein Mittagessen und ruft zurück. Die nächsten dreissig Minuten ist er mit dem Reporter im Gespräch. Endlich Schluss. Sofort geht es weiter zum Nachmittagstraining. Mulabdic befindet sich in Fiesch. Er leitet im Wallis ein Trainingslager als Vorbereitung zur Jugend-EM. Ein erholsamer Mittag sieht anders aus.
Der 44-Jährige ist es sich gewohnt, unter etwas anderen Bedingungen zu arbeiten als andere. „Das ist nicht nur bei mir so, sondern bei jedem Trainer, der etwas erreichen möchte." Der Nationaltrainer spricht mit Leidenschaft über seine Arbeit, die er seit 22 Jahren ausübt. Jeder Tag ist anders. Spannend. Voller Emotionen. Aber auch anstrengend.

 

Der Wecker klingelt...
Aufstehen steht für den Tischtennistrainer zwischen halb sieben und sieben auf dem Programm. In der Regel. „Es kann auch vorkommen, dass ich um fünf Uhr morgens aufstehe. Ich lese und beantworte dann Mails, weil ich weiss, dass ich den ganzen Tag nicht dazu komme." Immer und überall erreichbar zu sein, ist nicht immer ein Vorteil. Mails, SMS und Telefonate – das habe deutlich zugenommen. Nicht nur von Verbandsmitgliedern und Spielern. Auch die Eltern nehmen zunehmend Kontakt in dieser Form auf. „Und sie erwarten dann, dass ich ihnen sofort antworte – egal ob ich gerade in Japan oder Amerika bin."
Viel Zeit verbringt er im Auto. An normalen Tagen fährt er von einem Trainingsstützpunkt zum anderen. Diese befinden sich verstreut in der ganzen Schweiz: „Zwei bis drei Stunden Autofahrt pro Tag sind für mich normal." Dazu kommen täglich sechs bis acht Stunden Training in der Halle.

 

Den ganzen Tag voll beansprucht
Vieles macht Mulabdic alleine. Er führt nicht nur Trainings durch. Er organisiert und plant sie. Ist an den meisten Wettkämpfen und Turnieren seiner Schützlinge dabei. Führt Gespräche mit Spielern und Eltern. Ist Kontaktperson für den Verbandsleute und Vorgesetzte. Schreibt Berichte, nimmt Videos für die Webseite von Swiss Table Tennis auf und kümmert sich um administrative Angelegenheiten. „Als Trainer muss man ein Allrounder sein." Es gebe schon Momente, an denen er sich etwas Unterstützung – in Form eines fixen Assistenztrainers – wünsche. Denn: „Vor allem zwischen Ende Januar bis im Mai habe ich kaum einen Tag frei. Diese Monate sind mit Wettkämpfen und Turnieren durchgehend besetzt."

 

Samir MulabdicSo erfolgreich wie nie

Mulabdic arbeitet viel. Aber er arbeitet erfolgreich. Die Resultate mit dem Schweizer Nachwuchs geben ihm Recht. Als er 2006 zum ersten Mal an der Jugend-EM für die Schweiz als Coach dabei war, belegte das U18-Team den letzten Rang. Heute spielen die unter 18-Jährigen in der ersten Division mit. Auch die anderen Altersgruppen verbessern sich im internationalen Vergleich kontinuierlich. Dass die Arbeit von Mulabdic ein Grund dafür ist, erwähnt er nicht. Bescheiden gibt er das Lob weiter an seine Trainerkollegen: "Die Ausbildung der Trainer in den Clubs ist richtig gut geworden und die Zusammenarbeit mit ihnen gestaltet sich fruchtbar." Seit einigen Jahren herrsche in der Schweiz eine einheitliche Trainingsphilosophie. Das helfe nicht nur den Trainern, sondern auch den Spielerinnen und Spielern.
 

Unbezahlbar: Fortschritte sehen
Trotz der grossen Arbeitsbelastung gibt es viele schöne Seiten des Berufes. Diese überwiegen ganz klar. „Die Arbeit mit motivierten Spielerinnen und Spielern macht mir viel Freude. Wenn ich dann deren Fortschritte sehe, ist dies unbezahlbar. Als Mensch kann ich mich zudem immer weiterentwickeln. Es ist spannend, mit so vielen verschiedenen Personen zusammenzuarbeiten" Auch das Reisen an Turniere und Wettkämpfe in unterschiedliche Länder empfindet der Nationaltrainer als einzigartige Möglichkeit. Gibt es Phasen der Ermüdung? „Nur selten. Meistens bin ich voller Energie. Ich erwarte vollen Einsatz von meinen Leuten. Wenn sie es dann tun, gibt mir dies Kraft und auch ich kann vollen Einsatz geben."

 

In der Nacht träumt er von der Olympiade
Endlich Feierabend! Dieser ist meistens etwas später. Manchmal nicht vor 22 Uhr. Samir Mulabdic jammert nicht, denn: „Es gibt auch Tage, da arbeite ich nur drei Stunden." Die Arbeit als Nationaltrainer ist definitiv sein Traumjob. Diesen möchte er mit keinem in der Welt eintauschen. Was würde er tun, wenn er nicht Tischtennistrainer wäre? „Wohl Manager im Sportbereich. Oder Koch mit einem eigenen kleinen Restaurant am Meer. Ich koche leidenschaftlich gern. Respektive, ich esse gern gut und viel", sagt er und lacht.
Ein sportliches Ziel gibt es für Samir Mulabdic. Für dieses arbeitet der Nationalcoach jeden Tag, es treibt ihn an: „Wenn ich dereinst eine Schweizerin oder einen Schweizer an den Olympischen Spielen betreuen könnte, wäre das das höchste der Gefühle."

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