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Zeitreise: Vor 24 Jahren

Tu Dai Yong 2008, Photo: Laszlo FöldyEine China-Schweizerin wird Vizeeuropameisterin

1990 in Göteborg gelang erstmals bei Europameisterschaften einer gebürtigen Chinesin der Sprung aufs Treppchen: Tu Dai Yong

 

Die Aufregung war groß. „Eine Chinesin als Europameisterin, das darf ja wohl nicht wahr sein!" So und ähnlich äußerten sich viele Beobachter bei der EM 1990 in Göteborg, wo Tu Dai Yong nahezu die gesamt europäische Elite im Vorbeigehen vorführte. 3:0 in der dritten Runde gegen Valentina Popova, die bei der EM 1984 in Moskau das Kunststück fertig gebracht hatte, alle vier Titel (Manschaft, Einzel, Doppel und Mixed) zu gewinnen, 3:0 im Viertelfinale gegen Csilla Batorfi, die Europameisterin von Prag 1986; im Halbfinale dann allerdings schon nur noch ein 3:2 gegen Rumäniens Otilia Badescu, Finalistin der EM 1988 in Paris – und im Endspiel gegen die Bulgarin Daniela Guergueltcheva reichte die Kraft der zierlichen Linkshänderin Tu Dai Yong nicht mehr, Guergueltcheva behauptete sich mit 3:1.

 

Text: Rahul Nelson, Chefredakteur „tischtennis*", Photos: Dieter Widor, Hans Jazyk

 

Eine chinesische Spitzenspielerin bei der EM: Das war 1990 noch eine Sensation
Spielerisch war die 21-jährige Linkshänderin trotz der Finalniederlage vielleicht die beste Akteurin dieser EM, technisch war sie es ohne jeden Zweifel. Kein Wunder, denn Tu Yong wurde in China ausgebildet, wo sie als Nummer fünf des Nationalkaders zur absoluten Elite zählte. Doch sie stammte aus einer sehr konservativen Familie, was ihre sportliche Karriere später bremsen sollte. Ihr Vater und der ihres späteren Ehemannes, des gebürtigen Vietnamesen Tu Thien Bac, waren Jugendfreunde und hatten als solche ihre Kinder schon sehr früh einander versprochen, und da Tu Thien Bac in die Schweiz zog, reiste seine Zukünftige ihm nach. Durch die Hochzeit wurde sie automatisch Schweizer Staatsbürgerin, denn ihr Mann war zu diesem Zeitpunkt bereits Eidgenosse. Dieser war selbst begeisterter Tischtennisspieler (er gewann mit ihr später sieben nationale Meistertitel im Mixed) und ließ sie gewähren.

 

Bildlegende: Zierliche Person, filigrane Technik: Tu Tu Dai Yong bei der EM 1990, im Trikot des Schweizer Verbandes, Photo: Hans JazykEine Spielerin ihrer Klasse war in der Schweiz völlig fehl am Platze. Prompt erregte sie gewaltiges Aufsehen, und die Verwunderung war durchaus beiderseitig. Nach dem ersten Tag des Alpencups erkundigte sie sich, bescheiden und freundlich lächelnd, ob denn da noch stärkere Mädchen kämen? Beim Basler Einladungsturnier Top 10 verlor sie, im neunten Spiel etwas unaufmerksam geworden, einen Satz. Schließlich startete sie mit einer Sondergenehmigung für den TTC Liebrüti in der Schweizer Herren-Nationalliga A, wo sie für ungläubiges Staunen sorgte und ihre männlichen Gegner reihenweise düpierte.

 

In Göteborg schließlich eroberte sie die erste EM-Medaille für die Schweiz, doch ihr Niveau konnte sie in der Alpenrepublik nicht auf Dauer halten. Immerhin gelang ihr 1996 noch die Olympia-Qualifikation – bis heute das einzige Mal, dass die Schweiz bei Olympischen Spielen im Tischtennis vertreten war. In Atlanta überstand sie zwar die Gruppenspiele ungeschlagen, wurde aber im Achtelfinale von Nicole Struse gestoppt.

 

Mit Tu Dai Yongs Erfolg in Göteborg begann auf dem Alten Kontinent eine Entwicklung, die damals kaum jemand für möglich gehalten hätte. Bei der nächsten EM, 1992 in Stuttgart, holte zwar keine gebürtige Chinesin eine Einzel-Medaille, doch in der Folge, seit 1994 Birmingham, stand bei ausnahmslos allen Europameisterschaften bei der Siegerehrung im Einzel zumindest eine Vertreterin auf dem Treppchen, die Tischtennis im Reich der Mitte gelernt hat.

 

* Die deutsche Zeitschrift „tischtennis" präsentiert Ihnen jeden Monat spannende Reportagen, Portraits, Interviews und Trainingstipps, Neuigkeiten aus dem Materialbereich und Antworten auf Regelfragen.

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