Mädchentrainingstag in Wädenswil

Mädchentraining1«Meine Tochter kam auf dem Rückweg gar nicht mehr aus dem Erzählen heraus!»

Am 19. November führte Swiss Table Tennis in Wädenswil einen Trainingstag für alle Finalistinnen der School Trophy in den Kategorien U11 und jünger durch.

Ziel dieses Tages war es, den Mädchen viel Freude an der Sportart Tischtennis zu vermitteln und sie so auch künftig für das Spiel mit dem kleinen Ball begeistern zu können.

Text und Fotos: Sonja Wicki

 

Swiss Table Tennis will dem Trend, dass immer weniger Mädchen im Tischtennis aktiv sind entgegen wirken. Auf Initiative von Christian Mignot wurde im Anschluss an die School Trophy ein Mädchentrainingstag ins Leben gerufen, welcher am 19. November in Wädenswil stattfand. Mit acht Teilnehmerinnen war die Anzahl Spielerinnen, welche der Einladung folgten, eher klein. Die Begeisterung und das Engagement der Mädchen waren aber so gross, dass der Anlass dennoch ein Erfolg war.

 

Sonja Wicki konnte mit Romana Förstel und Nina Gutknecht sowie einigen jungen Trainern aus Wädenswil auf ein zahlreiches Helferteam zurückgreifen und so ein sehr variables Programm auf die Beine stellen. „Besonders gefreut hat mich, dass Nina von sich aus die Initiative ergriffen hat, hier dabei zu sein und zu helfen. Sie engagiert sich in Uster anlässlich ihrer Maturaarbeit in einem Mädchenprojekt und macht ihren Job grossartig!“ lobte Sonja.

 

Teamspirit vor Einzelerfolgen

 

Angefangen hat der Tag damit, dass nach einer kurzen Kennenlernrunde alle ins Schwitzen kommen sollten – und dies mit einem Aufwärmen, welches Teamspirit und Zusammenarbeit erfordert. „In Deutschland gibt es Umfragen bei Mädchen, welche belegen, dass diese gerne in Gruppen und nicht jede für sich wetteifern. Die meisten kommen wegen sozialen Aspekten ins Tischtennis – und nicht, um besser zu werden oder zu gewinnen.“ sagt Wicki. Diesem Credo wurde dann auch den ganzen Tag lang Folge geleistet. So wurde in Zweierteams Punkte gesammelt – für das Treffen von Gegenständen, das Hüpfen über das Springseil oder die Anzahl Bälle, welche übers Netz gespielt werden konnten. Kurz vor dem Mittagessen machte die ganze Schar dann noch verschiedene akrobatische Einlagen, welche gegenseitiges Vertrauen und Zusammenarbeit erforderten. Auch dabei waren viele strahlende Gesichter zu sehen.

 

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Gleichentags fand in Wädenswil auch das Training von „Little Tokyo“ statt. Für die jungen Girls war es beeindruckend zu sehen, mit welchem Tempo die „Grossen“ den Ball schon hin- und her spielten. Auch konnten die versierteren Spielerinnen immer wieder als Beispiel für die jüngeren Mädchen herbei gezogen werden, wenn es um die richtige Beinarbeit oder die Technik eines Topspins ging. Romana Förstel sagte dazu: „Ich fand es äusserst motivierend für die Jüngeren, dass sie sehen konnten, wie Tischtennis auch aussehen kann. Die Kombination beider Anlässe lässt die Girls sehen, wie sie Tischtennis wirklich auch als Sport betreiben können – und dass es Mädchen gibt, die dies bereits machen.“

 

Hoffnung für die Zukunft

 

Am Nachmittag wurde weiter fleissig die Beinarbeit geübt. Zwei Mädchen durften sogar schon mit jenen von little Tokyo einige Bälle schlagen, da sie schon ein hohes Spielniveau hatten. Als Abschluss wurde doch noch im Wettkampf um Punkte gekämpft – natürlich nicht jede für sich, sondern wieder in Teams. Die Girls waren unglaublich konzentriert und ehrgeizig, jedoch äusserst fair bei der Sache. So verwundert es nicht, dass schlussendlich alle Eltern eine müde Tochter empfangen konnten. Bleibt zu hoffen, dass die Mädels weiterhin mit so viel Elan und Freude Tischtennis spielen – und sich hoffentlich sogar bald wieder in ähnlichem Rahmen treffen können…

 

Stimmen zum Mädchentrainingstag:

  • „Es macht Spass, mal nicht nur mit Jungs, sondern mit anderen Mädchen zu trainieren!“ Malu, meist das einzige Mädchen im Training
  •  „Es war cool, auch mal einen Satz gewinnen zu können!“ Ilvi, jüngste Spielerin
  •  „Erstaunlich, wie ruhig und konzentriert es den ganzen Tag in der Halle war…“ Oliver, Hilfstrainer beim TTC Wädenswil
  • „Ich war erstaunt, wie hoch das spielerische Niveau war. Dieser Tag hat mir wahnsinnig viel Spass gemacht.“ Romana Förstel, Trainerin
  • „Meine Tochter kam auf dem Rückweg gar nicht mehr aus dem Erzählen heraus!“ Tina Ulrich, Mutter
  • „Es wäre schön, wenn Trainings in dieser Form öfters organisiert werden könnten.“ Ramona Völkel

 

 

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