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Interview Noé Keusch

Noé Keusch, TTC Young Stars ZürichNoé Keusch: « Ich habe im voraus gut trainiert und wusste, dass meine Chancen nicht schlecht standen um mitzuhalten.»

Mit 13 Jahren gab die Nachwuchshoffnung des TTC Young Stars Zürich sein Debüt in der Nationalliga. Sidespin hat ihn besucht.

 

Text: Luca Anthonioz / Fotos: René Zwald

 

Am 23. Februar 2020 gewann Noé Keusch am Schweizerischen Top 8 den wohl schönsten Titel seiner noch jungen Karriere. Nun wird auch der 6. September 2020 für den Nachwuchsspieler des TTC Young Stars Zürich ein besonderes Datum bleiben. An diesem Tag gab er nämlich sein Debüt in der Nationalliga C. Mit den drei A18, A18 und A17 klassierten Spielern schien Rapperswil-Jona dafür keinen einfachen Einstieg zu bieten. Doch trotz einer 2:8 Niederlage des TTC Young Stars bewies Keusch in dieser Partie abermals sein grosses Talent. Zuerst schlug er Patrick Jund klar in drei Sätzen, danach folgte ein episches Duell gegen Petr Blazek, welches Keusch erst im fünften Satz knapp mit 13-15 verlor. Der junge YSZler liess sich durch diese bittere Niederlage nicht beirren und so setzte er sich am Ende auch noch gegen Rajan Hintz durch. Was für ein erster Auftritt!

 

Hallo Noé. Gratulation zu deinem beeindruckenden Start in der Nationalliga. Hättest du im Voraus gedacht, dass du gleich so gut einsteigen wirst?

Herzlichen Dank! Ich habe mich sehr über die Nominierung von YSZ für die Nationalliga gefreut. Der Einstieg war anhand der Stärke des Gegners schon überraschend. Ich habe im voraus gut trainiert und wusste, dass meine Chancen nicht schlecht standen um mitzuhalten. Dass es für mich dann so gut lief war natürlich erfreulich.

 

Nach der 2:8 Niederlage im ersten Spiel, konnte deine Mannschaft das zweite Spiel mit 6:4 gewinnen. Du hast mit deinen drei Siegen massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Was ist das Ziel deiner Mannschaft in dieser Saison?

Das oberste Ziel ist es uns in der Liga zu halten. Ein Aufstieg wird in dieser Saison auf Grund der guten Gegner wohl nicht möglich sein.

 

Und du persönlich? Aktuell hast du eine Bilanz von sieben Siegen, davon fünf A-Spieler, zu zwei Niederlage. Wenn du diesen Schwung mitnimmst, wirst du sicherlich in der Hälfte der Saison hochklassiert werden. Hast du in Bezug auf die Klassierung oder die Bilanz in der NL ein bestimmtes Saisonziel?

Die A-Klassierung zu erreichen und auch zu halten ist mein erstes Ziel. In der Liga versuche ich einfach mit möglichst viel Fokus und Konzentration zu spielen. Eine 70/30 Bilanz wäre eine tolle Sache.

 

Nach diesem unglaublichen Einstieg in die Saison, fragen wir uns natürlich wie deine Saisonvorbereitung ausgesehen hat. Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie es möglich war, gleich von Beginn weg so bereit zu sein?

Im Sommer war ich zuerst eine Woche in Muttenz und gleich danach fuhren wir mit YSZ wie jedes Jahr nach Mürren ins Trainingslager. Wegen der Absage der Jugend EM gab es dann auch noch von Swiss-Tabletennis zusätzliche Kadertrainings in Magglingen und Schaffhausen. Ich habe also recht gut trainieren können vor dem Saisonstart.

 

Gleichzeitig mit dem Saisonbeginn hat auch die Schule wieder angefangen. Wie schaffst du es, diese zwei Sachen unter einen Hut zu bringen? Und wie viele Trainings hast du eigentlich pro Woche?

Ich besuche die Sport und Kunstschule in Uster. Dies ermöglicht es mir die Trainings sehr gut mit der Schule zu kombinieren. Wenn gleichzeitig Prüfungen und Trainingslager anstehen ist es schon manchmal etwas streng. Da muss ich mich gut organisieren.

Ich habe im Moment 6 Trainings pro Woche.

 

Was sind deine langfristigen Ziele im Tischtennis?

Natürlich möchte ich mich technisch und spielerisch möglichst weiter verbessern.

An oberster Stelle steht für mich aber der Spass und die Freude am Spiel. Die möchte ich auf keinen Fall verlieren.

 

Die letzten Monate waren wegen der ganzen Covid-19 Krise nicht ganz einfach. Wie hast du diese Zeit erlebt? Was war für so junge Leute wie dich am schwierigsten?

Ich fand es eine eher mühsame Zeit. Das zu Hause bleiben und keine Freunde treffen war sehr uncool. Ich konnte allerdings in dieser Zeit trotzdem ganz ok trainieren was die Sache etwas einfacher und spassiger machte.

Die vielen Turnierabsagen fand ich dann sehr schade. Speziell die Absage von der Jugend EM in Zagreb enttäuschte mich sehr. Da habe ich mich sehr darauf gefreut.

Ich hoffe, dass im kommenden Jahr alles wieder einfacher wird.

 

Noé Keusch, 2020 Top8-Sieger

 

 

 

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