WTT Youth Contender Linz 2026: Starker Auftritt des Nachwuchses

Acht Schweizer Nachwuchs-Spielerinnen und -Spieler traten von 8. bis 11. Januar in Linz am WTT Youth Contender an. Die Ergebnisse waren insgesamt positiv: Die Auswahl konnte gleich mehrere Podestplätze belegen.

 

Text: Sebastian Lauener / Foto: WTT

 

Elina Hu zweimal im Finale, Emily Wu mit Bronze im U13

Emily Wu und Elina Hu marschierten in der U13-Kategorie problemlos durch die Gruppenphase. Die in beiden Fällen realistische Halbfinalqualifikation wurde mit zwei feinen Viertelfinalsiegen erreicht. Hier unterlag Wu gegen die Tschechin Adela Brhelova knapp mit 2:3. Hu ihrerseits erreichte das Endspiel dank eines 3:0-Sieges, aber im Finale war Brhelova zu stark und konnte sich in drei Sätzen den Turniersieg sichern.

Emily Wu

 

In der U11-Kategorie jedoch holte sich Elina Hu (Titelbild) den ersten Platz, der ihr im U13 verwehrt geblieben war. Sie spielte sich ohne Satzverlust ins Finale und setzte sich auch dort deutlich durch: Ihre austriakische Kontrahentin machte insgesamt nur 9 Punkte und Hu holte sich damit stilsicher den 1. Platz.

 

Zweiter Platz für Enya Hu im U15

Während Enya Hu und Ilvi Ulrich in der U15-Kategorie jeweils Gruppensiege feiern konnten, qualifizierte sich Emily Wu als Zweitplatzierte für die KO-Phase. Wu schied in der ersten KO-Runde aus, während Ulrich im ersten Spiel noch siegreich blieb. Anschliessend machte aber Brhelova auch ihr einen Strich durch die Rechnung. Hu wiederum reihte drei Siege aneinander, darunter ein Fünfsatzkrimi im Halbfinale, und traf im Endspiel auf die omnipräsente Brhelova. Gegen ihre Kontrahentin hatte Enya Hu in der Vergangenheit auch bereits gewinnen können, allerdings spielte die Tschechin stark auf und konnte, wie zuvor gegen die jüngere Hu-Schwester, in drei Sätzen den Turniersieg erspielen. Dieser zweite Platz stellte für Enya Hu neben der Achtelfinalqualifikation in der U17-Serie aber sicherlich ein befriedigendes Ergebnis dar.

Enya Hu

 

Mixed-Kategorien: Viertelfinale als höchstes der Gefühle

Elina Hu erreichte mit Kirill Manalaki (Deutschland) das Viertelfinale im Mixed U15. Dabei revanchierte sich die Paarung für die ältere Schwester Enya, indem sie im Achtelfinale das rumänische Doppel bezwangen, das zuvor Enya Hu/Ladimir Mayorov (Spanien) geschlagen hatte. Leider erfolgte im Viertelfinale die knappe Viersatzniederlage für Hu/Manalaki gegen die nachherigen Finalpaarung Tim Toetz (Deutschland)/Kariss Serban (Rumänien). Toetz/Serban hatten noch im vorherigen Achtelfinalspiel Emily Wu/Jeffrey Wei (Deutschland) bezwungen.

Die Paarung Akhyata Patra/Levi Ulrich gewannen das Auftaktspiel im Mixed U19 im fünften Satz. Nach einem 1:2-Rückstand konnten Patra/Ulrich das Spiel mit 11:3 und 11:7 doch noch sicher für sich entscheiden. Im anschliessenden Sechzehntelfinale blieb das Duo aber chancenlos. Ilvi Ulrich/Elias-Mate Simo gingen in ihrem Erstrundenspiel zwar mit 2:0 in Führung, unterlagen aber anschliessend dreimal mit nur zwei Punkten Differenz und mussten schliesslich knapp mit 2:3 als Verlierer vom Tisch. Ebenso verlor Lowis Vogler, angetreten mit Victoria Pustaj (Kroatien), bereits in der ersten Runde mit 1:3.

Elias-Mate Simo & Ilvi Ulrich

 

U17- und U19-Kategorie: Lowis Vogler mit dem Viertelfinaleinzug

Lowis Vogler, Levi Ulrich und Elias-Mate Simo überstanden im U17 der Knaben alle die Gruppenphase. Simo schied direkt aus, Ulrich konnte sich immerhin einen Sieg gutschreiben lassen, unterlag aber anschliessend Robert Istrate aus Rumänien. Vogler seinerseits konnte sich bis ins Viertelfinale vorspielen, war aber wie Ulrich chancenlos gegen Istrate, der sich ohne grosse Mühe in drei Sätzen behaupten konnte.

Lowis Vogler

 

Im U17 der Mädchen erreichte Enya Hu mit einer ansprechenden Leistung das Achtelfinale, Ilvi Ulrich das Sechzehntelfinale und Akhyata Patra schied bereits in den Gruppenspielen aus. Die Neuhauserin startete als einzige Schweizer Spielerin in die U19-Kategorie der Mädchen und qualifizierte sich mit einem Sieg und einer Niederlage für die KO-Phase. Nach einem Freilos endete ihr Turnier jedoch mit der 0:3-Niederlage gegen Judit Nagy aus Ungarn.

Akhyata Patra

 

Im U19 der Knaben konnte sich Lowis Vogler mit einem Sieg auf dem zweiten Gruppenrang platzieren. Dank eines überzeugenden 3:0-Sieges gelang der Auftakt in die KO-Phase. Gegen den Slowaken Samuel Arpas musste sich der Spieler von Rapid Luzern im Anschluss aber deutlich geschlagen geben. Levi Ulrich und Elias-Mate Simo schieden mit zwei Niederlagen leider bereits in der Gruppenphase aus.

Levi Ulrich

 

«Insgesamt bin ich mit den Leistungen unserer Spieler:innen in Linz sehr zufrieden», zieht der Nachwuchs-Chef Pedro Pelz sein Fazit. «Alle acht Teilnehmer:innen überstanden mindestens einmal die Gruppenphase und erreichten das Hauptfeld, fünf von ihnen sogar zweimal – das ist ein sehr gutes Ergebnis in der Breite. Auch in der Spitze waren die Resultate beachtlich: Der Turniersieg von Elina Hu im U11 ohne Satzverlust und ihr zweiter Platz in der U13-Konkurrenz waren überragend. Zum guten Gesamtergebnis haben auch Emily Wu mit dem 3. Platz bei den U13-Mädchen und Enya Hu mit ihrer Finalteilnahme in der höheren U15-Kategorie beigetragen.»

«Aus Schweizer Sicht war es ein sehr erfolgreiches Turnier», pflichtet Cheftrainer Samir Mulabdic bei. «Die Spieler:innen befinden sich auf dem richtigen Weg und haben alle an sich und ihren Stärken sowie Schwächen gearbeitet. Ich schaue mit Zuversicht auf Rest der Saison schauen. Aber auch die Qualität der Gegner:innen ist gestiegen und es hat Spass gemacht, sich mit ihnen zu messen.»

 

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.