Michelle Wu siegt beim WTT in Polen

Beim WTT-Turnier in Władysławowo holt Michelle Wu den Titel in der U13-Kategorie. Die Europameisterin überzeugt bei ihrem ersten Turnier im neuen Jahr und fügt ihrem Palmarès einen weiteren WTT-Titel hinzu. Ilvi Ulrich, Enya Hu, Emily Wu und Elias-Mate Simo zeigen die erwarteten Leistungen mit einigen Achtungserfolgen und verpassen die Podestplätze teilweise knapp.

Text: Lionel Weber / Fotos: WTT

U13 

Michelle Wu begann das Turnier als Nummer 1 gesetzt. Da Enya Hu auf die U13-Kategorie verzichtete und bei der U17 und U15 an den Start ging, konnte es dieses Mal nicht zu diesem Aufeinandertreffen kommen. Wu zeigte über das ganze Turnier hinweg eine souveräne Leistung. Am härtesten zu kämpfen hatte sie im Viertelfinale gegen Julia Szarmach (POL), gegen die sie einen 1:2-Satzrückstand aufholen musste. Im Finale traf Wu auf die überraschende Ukrainerin Oleksandra Bahatko und setzte sich mit 3:1 durch. Emily Wu gewann ihre Gruppe, hatte danach aber etwas Lospech und musste sich in der ersten Runde der späteren Finalistin Bahatko geschlagen geben. 

„Michelle hat eine gute Leistung gezeigt und konnte einen tollen Erfolg feiern. Insbesondere ihr Halbfinalsieg gegen Kaja Tvorogal (LTU) war stark. Gegen Tvorogal hatte sie im Sommer noch verloren und seitdem das Training gegen lange Noppen intensiviert, was sich nun ausbezahlt hat. Das Finale hat sie dann souverän nach Hause gebracht.“ Pedro Pelz – Chef Nachwuchs 

Michelle Wu

U15 

Das Teilnehmerinnenfeld bei der U15 war mit starker Konkurrenz aus China und Frankreich besetzt, weshalb ein Podestplatz für die Schweizerinnen überraschend gekommen wäre. Am meisten konnte Enya Hu überzeugen, die bis ins Viertelfinale kam. Gegen die spätere Finalistin Albane Rochut (FRA) blieb sie trotz zwei knapper Sätze letztlich ohne wirkliche Chance auf den Sieg. 

Einen Achtungserfolg konnte Emily Wu gegen die besser klassierte Temperance Tang (BEL) feiern und damit bis ins Achtelfinale vorstossen. Auch Ilvi Ulrich zeigte bis ins Achtelfinale eine starke Leistung, wo sie Lisa Zhao (FRA) unterlag. Michelle Wu verlor gegen die Polin Szarmach, gegen die sie in der U13 noch gewonnen hatte. 

Emily Wu

U17 / U19 

Elias-Mate Simo traf in der U17 auf vier polnische Spieler. Nach drei soliden Siegen in der Gruppe und der ersten Hauptrunde erwies sich erst Mateusz Wisniewski als zu stark für den Schweizer. Dass er mit dem späteren Halbfinalisten aus Polen gut mithalten konnte, ist aber ein gutes Zeichen. 

Bei den Mädchen zeigten Enya Hu und Ilvi Ulrich die Leistungen, die von ihnen erwartet werden konnten. Sie gewannen ihre Gruppen und schieden anschliessend im Achtelfinale respektive Sechzehntelfinale gegen stärker klassierte Gegnerinnen aus. 

„Die meisten Ergebnisse konnten in etwa so erwartet werden. Schwächere Spielerinnen und Spieler konnten fast immer geschlagen werden, aber der grosse Exploit gegen stärkere Spielerinnen und Spieler blieb aus. Wir müssen vor allem daran arbeiten, auch in diesen Duellen das ganze Spiel über aktiv zu agieren und nicht in die Passivität zu geraten.“ Pedro Pelz – Chef Nachwuchs

Michelle Wu