Die Schweizer Damennationalmannschaft reist Ende April an die Weltmeisterschaft in London, nachdem es überraschend einen Nachrückplatz der ITTF erhalten hat. Die Teilnahme stellt eine gute Chance für die jungen Spielerinnen dar, erstmals auf grosser internationaler Elitebühne anzutreten.
Text: Sebastian Lauener / Foto: René Zwald
Vom 28. April bis 1. Mai tritt die Schweizer Damenmannschaft in London an, wo die ITTF das internationale Elitefeld zusammenführt. Das Team setzt auf eine Kombination aus Routine und Nachwuchs: Rachel Moret, erfahrenste Spielerin und aktuelle Schweizer Meisterin, führt die Mannschaft an. Ergänzt wird das Team durch Fanny Doutaz, Enya Hu und Michelle Wu. Bei den beiden Letztgenannten gaben insbesondere ihre jüngsten Erfolge im internationalen Nachwuchsbereich den Ausschlag für die Nomination. Cheftrainer Samir Mulabdic wird die Auswahl nach England begleiten.
Die Schweiz konnte aufgrund einiger Absagen kurzfristig ins WM-Teilnehmerfeld nachrücken. Für den Chef Leistungssport Felix Schmidt‑Arndt war die Entscheidung klar: «Wir waren uns schnell einig, dass wir diesen Platz annehmen. Für uns ist das eine grosse Chance – sportlich, aber vor allem für die Entwicklung unserer jungen Spielerinnen, die mit ihren Herausforderungen wachsen.» Mit den Elite-Gegnerinnen werden sich insbesondere Hu und Wu an ein neues Tempo gewöhnen müssen und an ein Auf- und Rückschlagspiel, das vom Nachwuchsbereich abweicht. «Eine Niederlage wäre kein Drama», betont Schmidt‑Arndt. «Wichtig ist, dass sie mutig bleiben und sich an den Top‑Spielerinnen hochziehen können.»
Die Schweiz wird in London in der tiefsten Setzgruppe starten und ohne Druck aufspielen können. Vorderhand geht es um das Sammeln von wertvollen Erfahrungen auf grosser Bühne unter Bedingungen, die nicht mit üblichen Nachwuchsturnieren vergleichbar sind: grösser wird die Halle und voller werden die Zuschauerränge sein.
