In Neuhausen finden dieses Wochenende die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften statt. Das wichtigste Nachwuchsturnier des Jahres vereint die besten Talente der Schweiz. Kann Noe Keusch seine letzten Nachwuchs-Schweizermeisterschaften mit einem Titel krönen? Wer entscheidet das Duell zwischen den WM-Teilnehmerinnen Michelle Wu und Enya Hu für sich? Das sind nur zwei der Fragen, die am Wochenende beantwortet werden.
Text: Lionel Weber / Fotos: Jacques Troeder
U11
Bei den Jüngsten sind die Favoritenrollen klar verteilt. Aufgrund der Klassierung und ihrer starken Resultate am Top 8 wäre alles andere als ein Sieg von Elina Hu bei den Mädchen eine grosse Überraschung. Herausgefordert wird sie von Celeste Matter, die Hu im Vorjahr im Halbfinale stark gefordert hatte. Bei den Knaben heisst der Favorit Adrian Feret. Das Talent aus Versoix gewann bereits das Top 16 und das Top 8 und strebt nun das Triple an. Dahinter präsentiert sich das Feld sehr ausgeglichen und viele Nachwuchstalente können sich berechtigte Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

U13
Die Knabenkategorie dürfte erneut fest in Genfer Hand sein: Die Top 4 der Setzliste stammen allesamt vom ZZ-Lancy oder von Silver Star Genf. Timéo Raimbaud ist als einziger direkt für die Hauptrunde gesetzt und nach seinen Siegen am Top 8 und Top 16 der der Spieler, den es zu schlagen gibt. Bei den Mädchen könnte es erneut zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen Enya Hu und Michelle Wu kommen. Beide stehen aktuell an den Team-Weltmeisterschaften in London im Einsatz und reisen voraussichtlich erst kurz vor Turnierbeginn an. Die Partien der zwei sind jetzt schon legendär und es wird spannend sein zu sehen, ob Europameisterin Michelle Wu erstmals den Schweizermeistertitel gewinnen kann. Doch auch dahinter ist das Niveau aussergewöhnlichhoch. Als mögliche «lachende Dritte» steht Emily Wu bereit, die am Top 8 ihre Schwester bereits an den Rand einer Niederlage brachte und im Halbfinale erneut auf sie treffen könnte.
U15
Bei den Mädchen unterstrich Ilvi Ulrich am Top 8 ihre Favoritenrolle eindrücklich: Sie gab lediglich einen Satz ab und gilt auch an den Schweizermeisterschaften als klare Titelanwärterin. Gemäss Setzliste zählen Julia Gajewska und Lin Yun Wei zu ihren ersten Herausforderinnen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch Mila Dang, die am Top 8 Rang zwei belegte und erneut für eine Überraschung sorgen könnte.
Bei den Knaben deutet vieles auf einen Dreikampf zwischen Silas Stalder, Arthur Loustalot und Charlie Hurtado hin. Stalder konnte sich am Top 8 erstmals gegen Loustalot durchsetzen und die zwei Genfer in Schach halten. Seine konditionellen Fähigkeiten dürften an diesem Wochenende besonders gefragt sein, bestreitet er doch am Samstag mit seinem Verein Sarnen zusätzlich das entscheidende Aufstiegsspiel in die NLB.

U17
Bei den Knaben trifft Titelverteidiger Levi Ulrich auf starke Konkurrenz, allen voran Lowis Vogler. Der Abwehrspieler sorgte in dieser Saison vor allem international für Aufsehen und gewann bereits das Top 8. Die beiden sind diese Saison schon zwei Mal aufeinander getroffen, wobei je ein Sieg an Ulrich und einer an Vogler ging. Auch Dylan McHugo und Elias-Mate Simo ist ein Exploit durchaus zuzutrauen. Bei den Mädchen gelten Ruoqi Wei und Akhyta Patra als die grossen Favoritinnen. Die bisherigen Direktduelle gingen zwar allesamt an Wei, doch Patra bewies an den Elite-Schweizermeisterschaften ihre aufsteigende Form und ihre Fähigkeit, an wichtigen Turnieren zu überzeugen.

U19
Noe Keusch geht mit einem Vorsprung von über 300 ELO-Punkten als klarer Favorit ins Turnier. In Abwesenheit des verletzten Abishek Vepa hat sich Severin Scherrer am Top 8 als erster Verfolger etabliert. Dahinter ist das Feld jedoch breit aufgestellt, und mehrere Spieler dürfen sich Chancen auf die Medaillen ausrechnen. In der Mädchenkategorie ist eine Prognose deutlich schwieriger. Die topgesetzte Emma Kühn gewann das Top 8, während Seraina Rosset das Top 16 für sich entschied. Darüber hinaus lauert eine Reihe weiterer Anwärterinnen auf den Titel, darunter die U17-Schweizermeisterin des Vorjahres Livia Generowicz, die Genferin Hanaé Hasler sowie Amira Meier aus Kloten.

