Team-WM: Grosse Aufgabe für die Schweizerinnen gegen Frankreich

Nach einer schwierigen Startpartie gegen die Slowakei hat sich die Schweizer Frauen‑Nationalmannschaft an der ITTF Team‑Weltmeisterschaft 2026 in London eindrücklich gesteigert und trifft nun am Dienstag um 18:00 Uhr auf Frankreich.

Text: Sebastian Lauener / Fotos: WTT

 

Nach dem starken zweiten Platz in den Gruppenspielen und dem Sieg über Ungarn in der Preliminary Round steht die Schweizer Frauen‑Nationalmannschaft an der Team‑WM 2026 in London vor der nächsten Herausforderung. In der am Sonntagabend ausgelosten KO-Runde der letzten 32 Teams trifft das Team um Rachel Moret, Fanny Doutaz, Enya Hu und Michelle Wu auf Frankreich, das auf dem Papier deutlich stärker einzustufen ist.

Frankreich unterlag in einer starken Gruppe der Stage 1A Deutschland und Japan jeweils 1:3, holte sich danach aber gegen England einen klaren 3:0-Erfolg. Die Team-Akteurinnen Yuan Jia Nan (WR 24), Prithika Pavade (WR 28) und Charlotte Lutz (WR 54) sind den Fans des Top16 in Montreux sicherlich ein Begriff: alle drei spielten bereits in der Stadt am Genfer See, Lutz schlug Moret 2026 im Qualifikationsturnier und Yuan gewann 2024 sogar das Turnier.

Trotz der bisherigen Auftritte, bei denen nach der Startniederlage gegen die Slowakei eine klare Steigerung erkennbar war, wartet mit Frankreich eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe. Die drei Erfolge in Serie gegen Madagaskar, Chile und Ungarn haben sicherlich Selbstvertrauen geschaffen, allerdings geht die Schweiz als klare Aussenseiterin in die Partie. Dennoch wird das junge Team um jeden Ball kämpfen, um vielleicht die Überraschung zu schaffen – die Bereitschaft, alles zu investieren, hat die Equipe im bisherigen Turnierverlauf bereits mehrfach unter Beweis gestellt.

Die Schweizer Spielerinnen nutzten die spielfreien Tage nach der Partie gegen Ungarn gezielt für Regeneration, Trainingseinheiten und auch das Verfolgen von Matches. Trotz teils sehr später Trainingszeiten in der Wembley-Arena zeigte sich das Team gut vorbereitet. Bemerkenswert sei die bisherige Leistung von Rachel Moret, die wegen einer Fussverletzung täglich behandelt worden sei. «Wir schauen diesbezüglich von Tag zu Tag, aber freuen uns auf das Spiel gegen Frankreich», sagt Cheftrainer Samir Mulabdić.