Ilvi Ulrich mit Podestplatz beim WTT in Spanien

Vier Jahre nach ihrem letzten Podestplatz an einem WTT-Turnier, damals noch in der Kategorie U11, schaffte es Ilvi Ulrich beim WTT in Platja d’Aro erneut unter die Top 3. Auf ihrem Weg zur Medaille in der Kategorie U17 schaltete Ulrich die Nummer 1 des Turniers aus. Noe Keusch, Lowis Vogler, Elina Hu und erneut Ilvi Ulrich erreichten zudem das Viertelfinale und verpassten das Podest nur knapp. 

Text: Lionel Weber / Fotos: WTT

U19 

Noe Keusch (U19-WR 116) schaffte es in der Kategorie U19 bis ins Viertelfinale. Der Zürcher überzeugte mit klaren 3:0-Siegen, unter anderem gegen die Nummer 48 der Welt, Hamilton Yamane. Im Viertelfinale traf er auf den Franzosen Axel Bossis (WR 191), dem er in drei knappen Sätzen unterlag. Levi Ulrich und Akhyata Patra überstanden ebenfalls die Gruppenphase, bevor sie in Runde 2 ausschieden. „Noe hat bis ins Viertelfinale sehr souverän gespielt. Da wäre möglicherweise ebenfalls noch etwas mehr drin gewesen, aber in solchen Partien sind es oft Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen“, meinte Pedro Pelz zur Leistung der Schweizer Nummer 1. 

U17 

Ilvi Ulrich gelang in der Kategorie U17 mit dem dritten Rang ein Exploit. Die U15-Spielerin gewann ihre Gruppe und die erste Hauptrunde souverän. Danach traf Ulrich (U17-WR 184) auf die topgesetzte Dakota Ferrer (WR 33) aus Venezuela. Ulrich ging schnell mit 2:0 in Führung, musste jedoch den Ausgleich hinnehmen. Den fünften Satz gewann sie mit 11:4 und qualifizierte sich damit fürs Viertelfinale, wo sie aufgrund der Aufgabe ihrer spanischen Gegnerin kampflos weiterkam. Im Halbfinale scheiterte Ulrich knapp mit 1:3 an der späteren Siegerin Irina Gimeno (WR 67). U17-Schweizermeisterin Akhyata Patra (WR 504) zeigte in der Gruppenphase mit dem Sieg gegen Nathacha Mata Aponte (WR 59) ebenfalls eine starke Leistung, bevor sie der Deutschen Anna Walter (WR 137) denkbar knapp unterlag. „Für Ilvi ist dieser Podestplatz ein toller Erfolg – ihr erster Podestplatz in der U17. Im Spiel gegen die Nummer 1 des Turniers hat sie insbesondere im Entscheidungssatz intelligent und mit viel Rotation gespielt. Die Gegnerin hatte Noppen auf der Rückhand und einen unangenehmen Spielstil, das war nicht einfach“, so Pelz. 

Auch Levi Ulrich und Lowis Vogler überzeugten und qualifizierten sich fürs Achtelfinale. Beide mussten dort in den Entscheidungssatz: Vogler (WR 58) setzte sich gegen KefNoorani (WR 28) durch, während Ulrich (WR 140) gegen Pavel Kokavec (WR 53) knapp verlor. Vogler musste sich danach im Viertelfinale dem spanischen U13-Wunderkind Ladimir Mayorov (WR 56) geschlagen geben. 

Levi Ulrich

U15 

Ilvi Ulrich zeigte auch in der Kategorie U15 starke Leistungen und hatte bis ins Viertelfinale kaum Mühe mit ihren Gegnerinnen. Dort traf Ulrich (WR 67) auf die Nummer 1 des Turniers, Amelie Jia (WR 35). Ulrich startete stark und gewann den ersten Satz, bevor die Deutsche aufdrehte und mit 3:1 gewann. Elina Hu (WR 204) verpasste in der Gruppenphase nur knapp einen Sensationssieg gegen die Italienerin Claudia Bertonlini (WR 108). Hu, die noch bei der U11 startberechtigt ist, lag gegen die Nummer 1 Italiens mit 2:0 in Führung und hatte mehrere Matchbälle, bevor sie die Partie mit 10:12 im Entscheidungssatz verlor. Dennoch qualifizierte sie sich für die Hauptrunde, in der sie einer weiteren Italienerin mit 1:3 unterlag. „Bei Elina sieht man die Verbesserungen. Besonders in der Gruppenphase hat sie ein gutes Spiel gezeigt, das sie etwas unglücklich verlor. Als jüngste Spielerin trat sie gegen viele ältere Gegnerinnen an, konnte aber sehr gut mithalten.“ 

U13 

Elina Hu startete als einzige Schweizerin in der jüngsten Kategorie. Dank drei Siegen in der Gruppenphase qualifizierte sie sich direkt fürs Viertelfinale. Dort unterlag sie der späteren Finalistin Julia Fernandez aus Spanien jedoch deutlich mit 0:3. 

„Insgesamt war es ein erfolgreiches Turnier für uns. Besonders gefallen hat mir, dass alle Spielerinnen und Spieler gute Leistungen gezeigt haben und niemand abgefallen ist. Bis auf Lowis in der U19, wo er eine sehr starke Gruppe hatte, haben alle ihre Gruppen überstanden. In einigen Partien fehlte danach nicht viel, um noch einen Schritt weiterzukommen und weitere Medaillen zu holen.“ – Pedro Pelz

Elina Hu