U21-EM: Kein weiterer Exploit in der Zwischenrunde

Nach den starken Leistungen in der Gruppenphase bedeutete die Zwischenrunde Endstation für Fanny Doutaz und Noe Keusch. Nationaltrainer Samir Mulabdic ist dennoch zufrieden mit den gezeigten Leistungen: „Mit dem Einzug in die Zwischenrunde haben die beiden ein grosses Ziel erreicht. Gegen die starken Gegnerinnen und Gegner in Runde Zwei haben sie ebenfalls gute Leistungen gezeigt und ihre Verhaltensziele im technischen und taktischen Bereich gut umgesetzt“. Während es für Doutaz in die Saisonpause und den Aufbau für die neue Saison geht, steht für Keusch mit den Jugend-Europameisterschaften im Juli das Saisonhighlight noch bevor.

Text: Lionel Weber / Fotos: ETTU 

Noe Keusch verlor in der Zwischenrunde gegen Tiago Abiodun (POR), Nikon Shutov (AIN) und Daniel Berzosa (ESP). Insbesondere dem Spanier lieferte er einen grossen Kampf, verlor aber in fünf Sätzen. Auch die anderen zwei Spiele waren laut Mulabdic umkämpfter als die 0:4-Resultate es den Anschein machen: „Noe hat es den favorisierten Spielern nicht leicht gemacht und sich besonders im letzten Spiel nochmals spielerisch und mental steigern können.“ 

Für Keusch war die U21-EM eine Art Hauptprobe für die U19-EM im Juli. Mit dem Einzug in die Zwischenrunde ist diese geglückt und es konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. „Wir haben gemerkt an was er arbeiten muss. Insbesondere im Aufschlag-Rückschlag Bereich muss er noch aktiver werden und nach dem Aufschlag konsequenter nachsetzen. Dies gilt es nun im nächsten Monat zu verbessern“, erklärte Mulabdic. 

Auch Fanny Doutaz hatte gegen die starke Konkurrenz in der Zwischenrunde einen schweren Stand und musste sich Zuzanna Wielgos (POL), Lorena Morsch (GER) und Jade Quynh-Tien Huynh (FRA) geschlagen geben. „Bei ihr war zuvor in der Gruppenphase vor allem ihre mentale Stärke und ihre Fähigkeit, sich in den entscheidenden Situationen durchzusetzen, augenfällig. Dies hat sie schon an der WM gezeigt und mit ihren beiden Fünfsatzsiegen in der Gruppenphase erneut bestätigt“. 

Doutaz kann nach ihren starken Leistungen bei der WM und der EM und ihrem Vorstoss in die Top 200 der Weltrangliste mit viel Zuversicht in die nächste Saison gehen. „Sie hat sich im Verlaufe des Turniers spielerisch merklich gesteigert und konnte einige Erkenntnisse für den Beginn der neuen Saison gewinnen”, so Mulabdic. 

Fanny Doutaz