Drei Viertel der Schweizer Delegation sind in Ljubljana mittlerweile ausgeschieden. Der dritte Wettkampftag brachte einen klaren Sieg von Loïc Stoll und weitere wertvolle Erkenntnisse über den aktuellen Leistungsstand. Nun ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Rachel Moret.
Text: Sebastian Lauener / Foto: ETTU
Für Fanny Doutaz endete der Einzelwettbewerb am Dienstag in der Gruppenphase. Im Duell um den Gruppensieg unterlag die Westschweizerin der Moldauerin Alexandra Chiriacova mit 0:3 und verpasste damit den Einzug in die Hauptrunde.
Nach ihrem Auftaktsieg gegen die Niederländerin Sanne De Hoop war Doutaz mit guten Aussichten in die entscheidende Partie gestartet. Gegen Chiriacova gelang es ihr jedoch nicht, genügend Druck zu entwickeln. Die Moldauerin setzte sich mit 11:7, 11:5 und 11:6 durch und sicherte sich den Gruppensieg.
Für einen positiven Schlusspunkt sorgte Loïc Stoll. Der Genfer gewann sein letztes Gruppenspiel gegen den Georgier Lasha Lomia souverän mit 3:0 und überliess seinem Gegner dabei lediglich zwölf Punkte. Zwar änderte der Erfolg nichts mehr an seiner Ausgangslage, nach den zuvor verpassten Qualifikationschancen bedeutete er jedoch einen versöhnlichen Abschluss des Turniers.
Nationaltrainer Samir Mulabdic zog nach drei Wettkampftagen eine differenzierte Bilanz: «Die Resultate zeigen uns, dass wir noch entfernt sind von der erweiterten europäischen Spitze. Wir müssen wie erwähnt weiter am Aufschlag-Rückschlag-Spiel arbeiten und Turniere auf hohem Niveau bestreiten.» Gleichzeitig stellte er positive Entwicklungen fest: «Persönliche Fortschritte sind klar erkennbar. Die Konkurrenzfähigkeit ist vorhanden, aber die Konstanz, dieses Niveau über mehrere Spiele hinweg abzurufen, fehlt momentan noch.»
Aus Schweizer Sicht richtet sich der Fokus nun auf Rachel Moret. Die direkt für das Hauptfeld gesetzte Schweizerin greift am Mittwoch erstmals ins Turniergeschehen ein. Dort trifft sie auf die Litauerin Kornelija Riliškytė, die ihre Qualifikationsgruppe gewonnen hat. Dennoch sieht Mulabdic seine Spielerin in einer guten Ausgangslage: «Zwar hat Riliškytė eine starke Gruppe gewonnen, aber in meinen Augen ist Rachel die Favoritin. Wichtig ist ein guter Start ins Spiel und dass Rachel die nominelle Überlegenheit auch an der Platte zeigen kann.»
