Vorschau auf die Weltmeisterschaft
Fünf Schweizer SpielerInnen im Königsreich
Für einen Spieler ist es eine Erfüllung, an der Weltmeisterschaft in China (26. April – 3. Mai) teilzunehmen. Damit sich die Erfahrung jedoch lohnt, muss es möglich sein, ein sehr hohes Spielniveau abzurufen, gerade im Aufschlag-/Rückschlag-Spiel. Dies und anderes in einem kurzen Gespräch mit dem Nationaltrainer und Coach in China Samir Mulabdic.
Text: Laurent Langel – Sport Information / Foto: René Zwald
Auf die Frage nach den Zielen unserer Schweizer antwortet Mulabdic: «An erster Stelle gilt es an dieser Weltmeisterschaft, sich in seiner persönlichen Entwicklung im Bereich des Aufschlag-/Rückschlag-Spiels zu positionieren und seine Wettkampffähigkeiten im taktischen und technischen Bereich zu verbessern.“
Er begleitete die fünf selektionierten SpielerInnen (Rahel Aschwanden, Rachel Moret, Nicolas Champod, Elia Schmid und Lionel Weber) nach Luxemburg und erklärt ergänzend: «Das Turnier in Luxemburg war ein Test. Die Spieler wissen, wo sie stehen und was sie bis zum Wettkampfbeginn noch verbessern müssen. Wenn die Entwicklung des Spiels und die Form mitmachen, dürfen wir uns ein paar schöne Überraschungen erhoffen.»
Kann Zhang Jike noch gewinnen?
Es ist schwer vorstellbar, welche Katastrophe es geben würde, wenn in China kein Chinese gewinnt. Bei den Damen und den Herren sind die chinesischen Athleten gleichermassen dazu bereit, vor ihrem Publikum alles zu geben. Für viele ist der doppelte Titelverteidiger und olympische Meister Zhang Jike noch immer der grosse Favorit, insbesondere wegen seiner Fähigkeit, mit dem Druck an solchen Veranstaltungen umzugehen. Aber seine Landsleute Ma Long, Fan Zhedong und Xu Xin werden alles versuchen, um ihrer Erfolgsbilanz einen ersten Weltmeistertitel hinzuzufügen, erzielen sie während der aktuellen Saison doch oft die besseren Resultate als der skurril tätowierte Spieler. Bei den Damen können Ding Ning und Li Xiaoxia je einen Titel vorweisen. Auch Liu Shiwen möchte das Turnier gerne als Sieger verlassen, ebenso wie Feng Tianwei aus Singapur, die gefährlichste Gegnerin der Chinesinnen.
Suzhou (China). Einzel-/Doppel-WM. Programm. Sonntag/Montag, 27./28. April: Qualifikation und Zwischenrunden. – Ab Dienstag, 29. April: Hauptturnier. – Finals. Freitag, 1. Mai: Mixed (MESZ 13.15 Uhr). – Samstag, 2. Mai: Frauen-Doppel (12.00) und Männer-Doppel (13.15). – Sonntag, 3. Mai: Frauen-Einzel (10.45) und Männer-Einzel (12.30).

