Weltmeisterschaft

Die Swiss-Team in China

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Elia Schmid qualifiziert sich für das Haupttableau – Lionel Weber war nahe dran

 

Die Qualifikationsspiele für unsere Athletinnen und Athleten sind nunmehr abgeschlossen. Nur Rachel Moret hatte auf Schweizer Seite nicht an den Vorrundenkämpfen teilgenommen und sich direkt für das Haupttableau qualifiziert – eine seit langer Zeit erhoffte Premiere für eine Schweizer Tischtennisspielerin. Elia Schmid gelang in einem atemberaubenden Match die Qualifikation, während Rahel Aschwanden beim Auslosen Pech hatte.

 

Text: Laurent Langel / Foto: Rahel Aschwanden

 

Leider stand die Topgesetzte und Nr. 1 ihrer Gruppe Rahel Aschwanden (WR 232), durch den Losentscheid der als Nummer 4 gesetzten chinesischen Spielerin Mou Zi, die derzeit zwar nicht in der Rangliste aufgeführt ist, jedoch früher nach einem Doppel-Sieg in Kuwait im Jahr 2014 den 67. Platz der Weltrangliste belegte, gegenüber. Für Aschwanden standen die Chancen 1:32, sich mit der Chinesin in einer Gruppe wiederzufinden. Trotz ihres ausgezeichneten Spiels gewann sie keinen Satz und unterlag am Ende mit 0:4. Sie gewann anschliessend mit 4 zu 0 Punkten gegen die Schottin Withaker und trug einen 4:1-Sieg gegen die walisische Spielerin Megan Phillips (WR 453) davon. Das Abenteuer im Einzel ist hiermit leider für sie beendet.
Alle Herren waren als Nummer 2 ihrer Gruppe gesetzt und haben sich mit 4:0 gegen die Nummer 3 durchgesetzt. Das Qualifikationsspiel wurde daher wie vorgesehen gegen die Nummer 1 der Gruppe ausgetragen. Während Nicolas Champod (WR 362) in sechs Sätzen – im letzten mit 13:15 – gegen den Spieler Abdulaziz Al-Abbad (WR 292) aus Saudi-Arabien unterlag, schafften die beiden Spieler der Elitekader A Elia Schmid (WR 367) und Lionel Weber (WR 346) das Meisterstück eines Sieges, für den der eine gegen Shakirin Ibrahim (WR 318) aus Malaysia antrat und der andere gegen den aus Estland stammenden Vallot Vainula (WR 315). Schmid und Weber waren zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Match vom Haupttableau entfernt, das für viele Teilnehmende an dieser Weltmeisterschaft bereits ein eigenes erstrebenswertes Ziel darstellt.
Leider musste sich der Schweizermeister 2015 Lionel Weber im entscheidenden Satz gegen Segun Toriola (WR 159) aus Nigeria geschlagen geben. Trotz der Niederlage bot Weber eine hervorragende Leistung gegen einen der besten Spieler der Geschichte des afrikanischen Kontinents, der bereits vielfach an den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Der Schweizermeister 2014 Elia Schmid seinerseits brachte eine herausragende Leistung im Match gegen den Inder Sanil Shetty (WR 223), indem er im sechsten Satz vier Matchbälle abwehrte, bevor er sich im Entscheidungsspiel mit 11:9 Punkten durchsetzen konnte. Ein neues Beispiel für die mentale Stärke, die Schmid bei wichtigen Wettkämpfen immer wieder unter Beweis stellt. Er schliesst sich somit Rachel Moret an und gehört nun dem kleinen Kreis der Schweizer Spielerinnen und Spieler an, die sich für das Haupttableau qualifizieren konnten.

 

Doppelschweizermeisterinnen setzten eine Runde aus und erreichen das Haupttableau

 

Rahel Aschwanden und Rachel Moret haben ihre Niederlage gegen die slowenische Mannschaft, die sie vor zwei Wochen im Mannschaftswettbewerb bei einem Turnier in Luxemburg erlitten hatten, gewissermassen wieder wettgemacht. Selbst wenn das Doppel nicht in Luxemburg stattgefunden hatte, lag des den beiden Schweizerinnen sehr am Herzen, diese Hürde zu nehmen und somit die Hauptrunde zu erreichen. Dies gelang ihnen schliesslich auch, indem sie sich mit drei zu eins überlegen geführten Sätzen durchsetzten konnten. Nicolas Champod, der mit einem Spieler aus dem Kosovo angetreten war, unterlag in der ersten Qualifikationsrunde, während Schmid und Weber nichts gegen das holländische Team Grommers (WR 312) – Tromer (WR 372) hatten ausrichten können.

In der Mixed-Serie mussten sich beide Schweizer Paarungen in der ersten Runde geschlagen geben. Moret/Weber unterlagen Towsend/Diaz und Aschwanden/Schmid verloren ihr Spiel nach einer exzellenten Leistung gegen Machado/Shen im sechsten Satz.

 

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