Belgium Open: Keusch und Vogler im Halbfinale

An den Belgium Open 2026 überzeugten beide Schweizer Teilnehmer und erreichten das Halbfinale. Noe Keusch holte in der Kategorie U21 den dritten Rang und damit einen Podestplatz. U17-Spieler Lowis Vogler schaffte es bei der Elite sensationell ins Halbfinale, bevor er das Turnier anschliessend auf dem fünften Platz abschloss. Das Turnier auf ETTU-Stufe brachte den beiden damit viel Selbstvertrauen und wertvolle Punkte für die Europarangliste ein.

Text: Lionel Weber / Fotos: Samir Mulabdic und WTT

In der Kategorie U21 schaffte Keusch mit drei klaren Siegen problemlos den Einzug in die Hauptrunde. Lowis Vogler fand zunächst weniger gut ins Turnier und schied bereits in der Gruppenphase aus. In der Hauptrunde gewann Keusch mehrere knappe Spiele gegen ebenbürtige oder gar besser klassierte Gegner. Insbesondere das Viertelfinalspiel gegen den Weissrussen Nikon Shutov entwickelte sich zu einem hochkarätigen Duell, das Keusch mit 12:10 im fünften Satz für sich entscheiden konnte. „Gegen Shutov hatte Noe an den U21-Europameisterschaften noch klar verloren. Deshalb zeigt dieser Sieg tolle Fortschritte auf. Er hat ein wirklich gutes Turnier gezeigt“, meinte Cheftrainer Samir Mulabdic. Im Halbfinale unterlag Keusch anschliessend dem Belgier Per Gevers mit 1:3.

Bereits am nächsten Tag startete das Elite-Turnier, bei dem für die Schweiz ebenfalls Keusch und Vogler antraten. Die Leistungen waren dieses Mal umgekehrt: Keusch musste sich bereits in der dritten Runde geschlagen geben und den Gang in die Consolation antreten, während Vogler Sieg um Sieg aneinanderreihte. „Lowis hat im Elite-Turnier wie verwandelt gespielt und gegen einige bessere Gegner gewonnen. Er hat vor allem sehr variabel gespielt und seine Abwehr- und Angriffsschläge gut variiert“, so Mulabdic. Mit drei knappen Siegen qualifizierte sich Vogler für das Halbfinale und schaltete im Viertelfinale mit Tom Closset unter anderem die Nummer 307 der Elite-Weltrangliste aus.

Im Halbfinale unterlag Vogler dann dem späteren Sieger Martin Sip aus Tschechien deutlich. Da das Turnier im doppelten K.-o.-System ausgetragen wurde, war der Halbfinaleinzug nicht gleichbedeutend mit Rang 3. Mit einer Niederlage und einem Sieg zum Abschluss wurde Vogler damit am Ende starker Fünfter. Noe Keusch konnte in der Consolation noch einige Siege aneinanderreihen und beendete das Turnier auf Rang 14. „Noe konnte bei der Elite nicht mehr ganz an seine Leistung bei der U21 anknüpfen. Insgesamt ist das Turnier mit zwei Halbfinaleinzügen und dem dritten Rang von Noe bei der U21 aber sehr erfreulich für uns gelaufen“, bilanzierte Mulabdic.

Lowis Vogler blieb nach dem Turnier gerade in Belgien und wird mit einigen weiteren Schweizer Nachwuchsspielerinnen und -spielern diese Woche am WTT Youth Contender in Spa teilnehmen. Nach dem starken Abschneiden bei den Belgium Open darf man natürlich gespannt sein auf seine Leistungen auf der WTT-Bühne.