Weltmeisterschaften

Super Tag für das Schweizer Damenteam

Weltmeisterschaften

Zwei Siege in Folge für die Damen!

 

Historischer und spezieller Tag für das Schweizer Damen-Nationalteam. Zwei Siege gegen zwei in der Weltrangliste besser klassierte Länder. Unsere Schweizerinnen (WR 40) setzten sich gegen die Italienerinnen (WR 39), aber vor allem gegen die Litauerinnen (WR 32) durch. Ausschlaggebend war der tolle Sieg von Rachel Moret gegen die Ex-Europameisterin Ruta Paskauskiene, die Weltnummer 86! Die Männer steckten zwei Niederlagen ein.

 

Text: Laurent Langel / Foto : Samir Mulabdic

 

Sonntag zum Aufwärmen

 

Der erste Tag der Weltmeisterschaft im malaysischen Kuala Lumpur war ein Sonntag. Die Damen hatten zum Auftakt ein extrem schweres Spiel und mussten sich gegen das starke ägyptische Team (WR 30) mit 0:3 geschlagen geben. Nur Rahel Aschwanden (WR 218) konnte Dina Meshref (WR 114) einen Satz abnehmen.

 

Bei den Herren sah es etwas anders aus. Sie verloren in einem packenden Spiel gegen die Slowakei (WR 28) mit 1:3. Elia Schmid (WR 289) holte für sein Team mit einem wunderschönen und perfekten Match gegen Peter Sereda, die Weltnummer 146, einen Punkt! Lionel Weber (WR 310) musste den Sieg nach hartem Kampf in vier Sätzen dem gegnerischen Leader Lubomir Pistej (WR 111) überlassen. Nicolas Champod (WR 394) gab sich erst im fünften Satz gegen Alexander Valauch (WR 349) geschlagen, nachdem er sogar 2:1 geführt hatte. Schmid verlor gegen Pistej das vierte Spiel mit 0:3. Trotz Niederlage ein guter Auftakt für unsere Herren.

 

Montag, 29. Februar: ein denkwürdiges Datum für die Damen

 

Unsere Schweizerinnen trafen am Schalttag auf das Team aus Litauen, gegen das sie vor wenigen Monaten an der Europameisterschaft in Russland verloren hatten. Zeit für eine Revanche also! Dank dem fantastischen Sieg von Rachel Moret (WR 194) gegen Ruta Paskauskiene (WR 86) gelang den Schweizerinnen nach der knappen Auftaktniederlage von Aschwanden gegen Egle Stuckyte (WR 226) der Ausgleich. Mit der 1:2-Führung als Motivator mobilisierte Céline Reust (WR 400) alle ihre Kräfte und schlug die unklassierte junge Kornelija Riliskyte mit 3:2. Aschwanden musste im Entscheidungssatz gegen Paskauskiene erneut eine Niederlage einstecken, worauf Moret ihre Gegnerin Stuckyte schlagen musste, um dem Schweizer Team den Sieg zu sichern. Moret legte ihre anfängliche Anspannung rasch ab und überzeugte mit einem klaren Dreisatzgewinn. Sieg mit 3:2 und eine gelungene Revanche!

 

Drei Stunden später ging es darum, den fantastischen Sieg gegen Italien zu bestätigen und damit von einem allfälligen dritten Gruppenplatz zu träumen. Unsere Damen zeigten starke Nerven und gewannen das Spiel mit 3:1. Entscheidend waren die erneuten Siege von Moret über Colantoni (WR 300) und Vivarelli (WR 237). Auch Aschwanden behielt gegen Vivarelli die Oberhand, während sich Reust gegen Piccolin (Partnerin von Elia Schmid an den Olympischen Jugendspielen 2014, WR 315) mit 2:3 geschlagen geben musste.

 

Sonja Wicki, Coach des Schweizer Damen-Nationalteams in Kuala Lumpur, zeigte sich des Lobes voll: «Die Schweizerinnen haben sich ihrer Aufgabe gestellt und die beiden Siege verdient, vor allem dank der perfekten Leistung von Rachel Moret. Ich bin stolz auf unser Team.»

 

Ein herrlicher Tag, der für die beiden letzten Gruppenspiele Vertrauen gibt: am Dienstag (3 Uhr morgens Schweizer Zeit) gegen die slowakischen Favoritinnen und dann am Mittwoch gegen die überraschenden Mexikanerinnen (9.30 Uhr morgens Schweizer Zeit).

 

Herren: erwartungsgemässe Niederlage gegen Nigeria, ärgerliche Enttäuschung gegen Vietnam

 

Wie bereits gegen die Slowakei mussten sich die Herren auch gegen Nigeria geschlagen geben, allerdings nicht ohne heftige Gegenwehr. Elia Schmid lag gegen die afrikanische Legende Segun Toriola (WR 163), den Rekordteilnehmer an den Olympischen Spielen, mit 2:1 Sätzen in Führung. Weber konnte dem aktuell besten Spieler des afrikanischen Kontinents, Quadri Aruna (WR 37) keinen Satz abnehmen, während Champod gegen Ojo Onaolapo (WR 337) mit 2:0 führte. Die 0:3-Niederlage ist daher etwas schmerzlich, zeigt aber, dass sich unsere Herren jederzeit mit starken Gegnern messen können.

 

Zum Schluss des Tages spielten die Herren gegen Vietnam, einen auf dem Papier schlagbaren Gegner mit drei Spielern über den Top-300 der Welt. Le Tien Dat (WR 334) erwies sich jedoch als Spielverderber. Er setzte sich in vier Sätzen gegen Weber durch und gewann nach abgewehrtem Matchball in fünf Sätzen auch gegen Schmid. Letzterer hatte sein erstes Spiel gegen Nguyen Ahn Tu (WR 524) gewonnen. Champod führte gegen Dinh Quang Linh (WR 300) mit 2:1 Sätzen, musste sich dann aber im fünften Satz mit 14:16 geschlagen geben. Eine sehr knappe Niederlage, die allerdings vor den nächsten Spielen verdaut werden muss: am Dienstag gegen die indischen Favoriten um 6 Uhr morgens Schweizer Zeit und am Mittwoch, um 12.30 Uhr Schweizer Zeit, gegen die Türkei.

Die Resultate der Damen

 

Die Resultate der Herren

 

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