Weltmeisterschaft
Endstation für unsere drei Schweizer
Für Rachel Moret und Elia Schmid war die Aufgabe im Einzel zweifellos etwas zu gross. Im Doppel verloren Moret und Aschwanden jedoch ein Spiel, das sie hätten gewinnen können. Dennoch kann mit insgesamt drei Schweizer-Qualifikationen für die Hauptrunde und zwei Qualifikationen im Mixed eine positive Bilanz gezogen werden.
Text: Laurent Langel / Foto: René Zwald
Im Damendoppel spielten Rahel Aschwanden (WR 232) und Rachel Moret (WR 199) nach ihrem Sieg gegen eine slowenische Paarung vom Vortag nun gegen zwei altbekannte Gegnerinnen, nämlich die puertorikanischen Schwestern Diaz, Adriana (WR 170) und Melanie (WR 307) auf die sie in den Einzelspielen an der Mannschafts-Weltmeisterschaft 2014 in Tokyo zweimal stiessen. Im entscheidenden Satz unterlagen die beiden Schweizerinnen nach einer 3-2 6-3-Führung. Schade, dass sie diese Führung nicht verwerten konnten. Mit einem Sieg hätten sie sich für die Sechzehntel-Finalspiele qualifiziert.
Bei ihrem ersten Einzelspiel des Turniers musste Moret gegen die gefährliche Linkshänderin aus Nordkorea, Kim Jong (WR 70) spielen. Da sie zu den zwischen 65. und 96. gesetzten Spielerinnen gehörte, hatte diese die Gruppenspiele nicht zu bestreiten. Sie unterlag 0-4, wobei sie im ersten und dritten Satz, die sie beide mit 8-11 verlor, eine gute Leistung zeigte. Um Gegnerinnen dieses Niveaus schlagen zu können, ist jedoch ein höheres Spielniveau während mehreren Sätzen nötig.
Nach seinen beiden tollen Leistungen vom Vortag musste der Viertelfinalist der letzten Jugend-Europameisterschaft Elia Schmid gegen den Engländer Paul Drinkhall (WR 45) antreten, der kürzlich mehrere Spieler unter den 30 besten der Welt bezwang, unter anderem Marcos Freitas (WR 8) und Dimitrij Ovtcharov (WR 6)! Drinkhall schien für diese Weltmeisterschaft bestens vorbereitet, denn er liess Schmid keine Chance. Für den Spieler von Rio-Star Muttenz war das Ziel jedoch bereits erreicht.
Positive Bilanz und Ziel erreicht gemäss Samir Mulabdic
Für den Chef-Trainer STT und Coach an dieser WM: „Aus der Schweizersicht einde der besten Einzel WM. Jeder der einzelnen fünf STT Teilnehmer hat sich in der spielerischen Entwicklung steigern können. Dementsprechend wurde die gesetzten Ziele für die WM erreicht. Besonders zu erwähnen ist das Erreichen der Hauptrunde von Elia Schmid der durchgehend eine gute Leistung gezeigt hat“.
Als diese Zeilen verfasst wurden, gab es keine grössere Überraschung zu melden. Dennoch ist es erwähnenswert, dass sich die nicht klassierte Chinesin, Mu Zi, gegen die Rahel Aschwanden in ihrer Qualifikationsgruppe verlor, gegen die Deutsche Kristin Silberreisen (WR 39) 4-1 durchsetzen konnte.

