Nachwuchs-Schweizermeisterschaft
Grosses Fest des Schweizer Tischtennis-Nachwuchses in Port
Text: Laurent Langel / Foto: René Zwald
Mit sehr schönen Spielen, deren Ausgang teilweise bis zum letzten Punkt unentschieden blieb, boten uns die Schweizer Tischtennis-Nachwuchsspielerinnen und -spieler am vergangenen Wochenende in Port BE eine grossartige Darbietung. Ein Überblick über die Resultate pro Altersklasse.
U11: Maëva Champod überrascht – Lukas Ott bestätigt
Die erste grosse Überraschung der Schweizer Meisterschaft bescherten uns gleich im ersten Gruppenspiel die Mädchen der Kategorie U11. Die Nichte des Nationalspielers Nicolas Champod, Maëva Champod aus Carouge, setze sich gegen die Favoritin und Schweizer Titelverteidigerin Vivia Théraulaz vom CTT Omega durch. Sie bestätigte anschliessend ihre Dominanz, indem sie alle drei anderen Gegnerinnen der Gruppe bezwang und sich somit die Goldmedaille erspielte. Théraulaz landete schliesslich auf dem zweiten Platz der Schlussrunde vor Cynthia Lilly (Basel) und Mélanie Bernet (Uster).
Nach seinem Sieg beim Nachwuchs-Ranglistenturnier in seiner Heimat Wädenswil bestätigte Lukas Ott seine Überlegenheit in dieser Kategorie, indem er sich im Final gegen Siddarth Kumar Vepa (Meyrin) durchsetzte. Chaitanya Vepa (Meyrin) und Livio Schärrer (Neuhausen) erzielten ebenfalls einen Platz auf dem Siegerpodest.
U13: Ursina Stamm und Barish Moullet bleiben U13 Champions
Ursina Stamm setzt ihre Medaillensammlung bei den Nachwuchs-Schweizermeisterschaft fort. Nachdem sie den Titel bereits 2012 und 2013 im U11 sowie 2014 im U13 davongetragen hatte, holt sie sich auch dieses Jahr in derselben Kategorie den Titel, indem sie sich, wie auch bereits bei den letzten Meisterschaften, im Final gegen Linda Ott (Wädenswil) durchsetzt. Allerdings war das Finalspiel sehr spannend, denn Stamm siegte diesmal erst im Entscheidungssatz. Eine tolle Gewinnserie, die es in der nächsten Saison bei den unter 15-Jährigen zu bestätigen gilt. Marina Bonanno (UGS-Chênois) und Tamara La Spina (Omega) stehen mit auf dem Siegerpodest.
Wirklich zittern musste Barish Moullet (La Chaux-de-Fonds) erst im Halbfinal gegen Elias Hardmeier (Uster), gegen den er schliesslich mit 3:1 gewann. Im Finalspiel verlor er in seinem ersten U13-Jahr gegen Mauro Schärrer (Neuhausen) keinen einzigen Satz und bestätigte somit seinen beim Top-8-Turnier in Luzern errungenen Sieg. Nachdem er sich 2013 in Gland den Titel im U11 geholt hatte, wiederholt er seine Leistung in diesem Jahr. Jannick Renold (Bremgarten) steht mit auf dem Siegerpodest. Dieselben vier Knaben waren vor zwei Jahren in der Kategorie der unter 11-Jährigen schon einmal bei der Siegerehrung dabei, allerdings nicht in der gleichen Aufstellung, da Hardmeier sich für das Final qualifiziert hatte.
U15: Kristyna Rehorek rettet drei Matchbälle – Dorian Girod bleibt gelassen
Schon vor der Austragung wusste man, dass das Ergebnis im U15 der Mädchen eines der am wenigsten voraussehbaren Resultate des gesamten Wochenendes war. Und so ereigneten sich die meisten Überraschungen auch auf dieser Seite. Die Nummer 1 der Serienspitze und des Top-8-Turniers Mireille Kroon (Bernex) unterlag im Halbfinal gegen Céline Credaro (Spreitenbach). Céline Credaro wiederum musste sich im Final gegen Kristyna Rehorek (Neuhausen) geschlagen geben, obwohl sie im Entscheidungssatz mit 10:7 geführt hatte. Rehorek, die defensiv mit einem Langnoppenbelag aus der Rückhand spielte, war es gelungen, die Situation zu ihren Gunsten umzukehren und ihren ersten Schweizermeister-Titel im Mädchen-Einzel zu erringen.
Bei den Jungen hiess der Champion vor der Austragung Dorian Girod, was sich auch nach der Nachwuchs-Schweizermeisterschaft nicht geändert hat. Unbeirrbar bis zum Final, in dem lediglich Pedro Osiro (Rio-Star Muttenz) in der Lage war, ihm einen Satz abzuringen, hat er dem Druck «gewinnen zu müssen» tapfer standgehalten. Grosser Erfolg für den Spieler des ZZ-Lancy nach den Siegen bei den Top-24- und den Top-8-Turnieren.
U18: Céline Reust und Filip Karin bestätigen ihre Ergebnisse in Wädenswil
Céline Reust (Weil am Rhein/D) konnte sich im Final mit 3:0 gegen ihre junge, im Jahr 2000 geborene Gegnerin Camille Linke durchsetzen und somit ihren im vergangenen Jahr in Landeron errungenen Meistertitel bewahren. Camille Linke hatte vor diesem Match die Freiburgerin Salomé Simonet bezwungen, obwohl diese im Halbfinalspiel mit 2:1 und 8:4 führte. Reust hatte sich zuvor in Wädenswil mit einem Sieg über Lara Lampart (Rapid Luzern) – ebenfalls im Halbfinal – revanchiert.
Im Final der Knaben standen sich die beiden Silbermedaillengewinner im Doppel Filip Karin (Wädenswil) und Yoan Rebetez (Cortaillod) gegenüber. Schlussendlich gewann der Spieler der NLA Wädenswil in vier Sätzen. Rebetez gelang jedoch eine ausgezeichnete Leistung, da er im Halbfinal Dimitri Brunner (Rapid Luzern), den U15-Sieger der vergangenen Spielsaison, zum Ausscheiden zwang. Nicolas Simonet, Teamgefährte von Rebetez in Cortaillod, steht ebenfalls auf dem Siegerpodest. Reust und Karin verlassen demnächst die Nachwuchs-Kategorie mit allen Ehren und hoffen, darauf, sobald wie möglich ähnliche Erfolge in der Schweizer Elite verbuchen zu können.
Schliesslich haben sich in Port bei den Knaben alle Favoriten durchgesetzt, während die Mädchen mit den Siegen von Champod und Rehorek für die beiden einzigen echten Überraschungen gesorgt haben. Swiss Table Tennis dankt dem TTC Port für sein Engagement während des gesamten Wochenendes.
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