Die Schweiz bleibt gegen die favorisierte Slowakei ohne Punktgewinn

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat an den ITTF Team-Weltmeisterschaften in London eine kämpferische Leistung gezeigt. Gegen die favorisierte Slowakei fehlten in mehreren Sätzen nur Nuancen, aber am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Osteuropäerinnen durch.

Text: Sebastian Lauener / Foto: Samir Mulabdic

Den Auftakt machte Fanny Doutaz (WR 723) gegen Tatiana Kukulkova (WR 107). Die Genferin fand nach einem 0:2-Rückstand immer besser ins Spiel und belohnte sich im dritten Satz mit dem Anschluss (11:8). Auch im vierten Durchgang war Doutaz nahe am Satzausgleich: Beim Stand von 10:9 hatte sie einen Satzball, jedoch sollten in den kommenden Ballwechseln gleich zwei Angriffsbälle unglücklich via Netzkante im Aus landen. Kukulkova nutzte ihre Chance konsequent und entschied den Satz mit 12:10 für sich und damit auch das Spiel.

Im zweiten Einzel traf Teamleaderin Rachel Moret (WR 143) auf Barbora Varady (WR 150). Moret wehrte im ersten Satz zwei Satzbälle ab, ehe eine eigene Möglichkeit liegen liess und den Durchgang in der Folge 12:14 verlor. Auch der zweite Satz war nichts für schwache Nerven: Erneut liess Moret ging der Satz in die Verlängerung, dieses Mal allerdings mit 15:13 mit dem besseren Ende für die Schweizerin. Nachdem der dritte Satz deutliche an Varady ging, meldete sich Moret mit einem dominanten Start in den vierten Durchgang zurück. Jedoch konnte sie 4:1-Führung nicht lange wahren und die Slowakin bald den Ausgleich herstellen. Auch das Timeout von Moret nützte nicht mehr viel, so konnte Varady anschliessend davonziehen und vierten Satz mit 11:6 klar für sich entscheiden.

Im dritten Match traf Enya Hu (aktuell ohne Ranking bei den Damen) auf Ema Labosova (WR 270). Die zwölf Jahre jünger Hu startete konzentriert und setzte sich im ersten Satz mit 11:9 durch, jedoch schlug Labosova mit dem 11:6 im zweiten Durchgang zurück. Hu erspielte sich im dritten Satz eine 7:4-Führung, musste aber beim Stand von 7:6 ein Timeout nehmen. Labosova liess sich dadurch nicht bremsen und erspielte sich mit sechs Punkten in Folge drei Satzbälle, wovon sie den zweiten nutzte. Auch im vierten Satz legte Hu mit der 4:0-Führung einen guten Start hin, allerdings gab die Muttenzerin auch diese Führung leider noch aus der Hand und verlor letztlich den Satz nach Abwehr des ersten Matchballs doch noch mit 10:12.

Trotz der Niederlage zeigte die Schweiz eine Leistung, die Mut für die kommenden Aufgaben macht. Während am spielfreien Mittwoch nun eine Trainingseinheit ansteht, geht es am Donnerstag gegen Madagaskar, das es zu schlagen gilt, und am Freitag im letzten Gruppenspiel gegen Chile, wo die Schweiz neuerlich die Aussenseiterposition einnehmen wird.