Nachwuchs-Ranglistenturnier-Final
Kurzbericht pro Altersklasse
Am vergangenen Sonntag, 15. Februar 2015, fand eine der für die Jungen der Schweiz wichtigsten Wettkämpfe statt: das Finale des Ranglistenturniers Nachwuchs STT, besser bekannt als «Top 8». Acht junge Spieler pro Kategorie hatten sich am 7. Dezember 2014 in Luzern an einem Ausscheidungsturnier für dieses Finale qualifiziert und kämpften um den Sieg.
Hier ein Kurzbericht pro Altersklasse.
Text: Laurent Langel, Fotos: René Zwald
U11: Bestätigung für Théraulaz – Ott souverän zu Hause
In der Kategorie Mädchen U11, in der leider nur fünf Spielerinnen antraten, verteidigte Vivia Théraulaz (Omega) ihren im letzten Jahr in dieser Kategorie erkämpften Titel erfolgreich und setzte sich gegen alle ihre Gegnerinnen durch. Die weiteren Podestplätze gingen an Cynthia Lilly, 2. (Basel) und an Maeva Champod, 3. (Carouge).
Der heimische Spieler Lukas Ott wusste, dass er sich für den Titelgewinn mit der Familie Vepa messen musste. Die Zwillingsbrüder Chaitanya und Siddharth Vepa (Meyrin) waren dann auch seine härtesten Gegner. Siddharth hatte sogar das Qualifikationsturnier in Luzern gewonnen. Doch vor seinem eigenen Publikum zeigte Lukas Ott eine souveräne Leistung und stieg aufs oberste Treppchen.
U13: die beiden grossen Favoriten setzen sich durch
Ursina Stamm (Affoltern A/A) verteidigte ihren letztjährigen Titel erfolgreich und auch Linda Ott (Wädenswil) bestätigte ihren zweiten Rang, den sie im Februar 2014 in Genf holte. Ursina blieb während des ganzen Wettkampfs unbesiegt, während Linda nur Ursina unterlag. Wie in der Kategorie U11, belegte auch in dieser Kategorie eine Spielerin von Carouge den
dritten Platz, nämlich Clara Wagner.
Wie Ursina Stamm konnte auch Barish Moullet (Chaux-de-Fonds) bei den Knaben U13 seinen vor einem Jahr in Genf erkämpften Titel erfolgreich verteidigen und blieb ebenfalls ungeschlagen. Die anderen Podestplätze gingen an die beiden Spieler des OTTV Mauro Schärrer (Neuhausen) und Elias Hardmeier (Uster).
U15: Punktegleichheit für vier Mädchen – Dorian Girod unantastbar
In den vergangenen Jahren kam es beim Ranglistenturnier nur selten zu dieser Situation: nach je sieben gespielten Matchs, hatten sich vier Mädchen jeweils fünfmal durchgesetzt. So mussten die Sätze der zwischen diesen vier Wettkämpferinnen gespielten Matchs gezählt werden. Schliesslich konnte Mireille Kroon (Bernex) aufs oberste Treppchen steigen vor Céline Credaro (Spreitenbach) und Kristyna Rehorek (Neuhausen). Kimmy Costa (UGS-Chênois) musste sich leider mit dem vierten Platz zufrieden
geben.
Bei den Knaben U15 sah es ganz anders aus, denn Dorian Girod dominierte den Wettkampf von A bis Z und verlor einen einzigen Satz gegen den amtierenden U13-Schweizermeister Alejandro Anivarro (UGS-Chênois), der den fünften Schlussrang belegte. In seinem ersten Jahr bei den Knaben U15 erkämpfte sich Pedro Osiro (Rio-Star Muttenz) mit einer einzigen
Niederlage den zweiten Rang. Die Bronzemedaille ging aufgrund des besseren Satzverhältnisses gegenüber Pascal Näff (Rio-Star Muttenz) und Anivarro an Hadrien Lalive d’Epinay (UGS-Chênois).
U18: der Jahrgang 97 ergreift die Macht
Céline Reust (Weil am Rhein/D) gewann das Direktduell gegen Salomé Simonet (Fribourg). Zwar hatten beide Spielerinnen nur eine Niederlage zu verzeichnen, wobei Reust jedoch Simonet bezwang (und gegen Lara Lampart (Rapid Luzern) verlor). Wie ihre Schwester in der Kategorie U15, stieg auch Katerina Rehorek (Neuhausen) aufs Podest.
Bei den Knaben U18 kam es sozusagen zu einem Generationenkampf zwischen den Spielern des Jahrgangs 1997 (letztes Jahr im U18) und den 1999 (erstes Jahr im U18) geborenen Youngstern. Am vergangenen Sonntag, 15. Februar 2015, bewies das «ältere Kaliber», dass noch mit ihm zu rechnen ist, holte es sich doch die fünf ersten Schlussränge. Am Ende setzte sich Filip Karin (Wädenswil) nach einem spannungsgeladenen Wettkampf mit nur einer Niederlage gegen Simon Schaffter (Hennebont/F) durch. In seinem letzten Match führte Schaffter im Entscheidungssatz gegen Dimitri Brunner (Rapid Luzern) noch 9-8 und war dem Sieg zum Greifen nah. Doch dann setzte sich Brunner durch und schenkte somit Karin den Titel. Die Überraschung des Tages gelang Dominik Moser (Young Stars ZH), der für den grippekranken Andrin Melliger (Neuhausen) einsprang. Entgegen aller Prognosen schaffte er es aufs Podest. Doch angesichts seiner an diesem Tag gespielten Matchs verdiente der Opportunist seinen dritten Schlussrang voll und ganz.
Herzlichen Dank an den Verein Wädenswil für die tolle Organisation, für die er mit den Titeln von Lukas Ott und Filip Karin belohnt wurde.
