Gregor Kuonen Cup

Grego Kuonen Cup

Gregor Kuonen Cup am 25. und 26. April 2015

Interview mit Fabian Lenggenhager

 

Text: Laurent Langel / Foto: Gregor Kuonen Cup

 

Am Gregor Kuonen Cup vom kommenden Wochenende finden auch dieses Jahr wieder aussergewöhnliche Serien statt. Doch es geht nicht nur um spannende Spielerlebnisse, sondern ebenfalls um gemeinnütziges Engagement für TischtennisspielerInnen in Bosnien. Mehr dazu erzählt Fabian Lenggenhager, der Präsident des TTC Sierre, in einem Interview.

 

Fabian, du organisierst ein Turnier, das immer mehr Erfolg geniesst: den Gregor Kuonen Cup XXL. Wie ist dieses Turnier entstanden?

Das Turnier wurde im Jahr 2006 erstmals unter dem Namen Soleil-Cup durchgeführt. Nach der siebten Austragung dieses Turniers benannten wir im Jahr 2013 das Turnier auf „Gregor Kuonen Cup“ um, den Namen unseres Hauptsponsors. Aufgrund des Erfolgs, welchen uns dies einbrachte, führten wir im Jahr darauf zum ersten Mal eine XXL Version des Turniers durch.

 

Der Gregor Kuonen Cup XXL ist kein gewöhnliches Turnier: Serien auf nur einen Punkt, eine Disco-Serie – Kannst du uns die Idee dahinter erklären?
Die Idee hinter den ein wenig anormalen Serien wie D1 oder D3 ist, dass alle TeilnehmerInnen in einer Serie mitspielen können, in welcher sie eine ernsthafte Chance auf einen Sieg haben. Aber das ist uns noch nicht genug: Wir wollen alle SpielerInnen, Fans, Sponsoren und die Helfer des Turniers zum selben Zeitpunkt an einem Tisch zusammenbringen, und genau dies erlaubt uns unsere Ein-Punkte-Serie. Dies ist ein unvergessliches Erlebnis für alle. Die Erfahrungen im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass diese Serie sehr gut ankommt, deswegen gibt es dieses Jahr sogar zwei solcher Serien pro Tag.

Die Spin-Gregor-Serie ist inspiriert vom Spin-Klub in New York (wo ich selber auch mitgemacht habe): Musik, Moderator, Stimmung wie in einer Bar und Tischtennis – bei uns realisiert mit einer Serie auf fünf Punkte. Die Serie startet gleich nach dem Final der stärksten Serie (Open1000), was es uns ermöglicht, dass die Finalspiele nicht vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen, und die Stimmung aufrechterhalten wird.

 

Denkst du, dass dies die Gründe dafür sind, dass du von Problemen wie den rückgehenden Teilnehmerzahlen an Turnieren nicht betroffen bist?

Sicher ist, dass es nicht am geographischen Standort liegt ☺ Ich denke, dass es das Gesamtpaket ist, welches den Spielern und Spielerinnen zusagt. Selbstverständlich sind auch die Preisgelder zu erwähnen (CHF 1000.- für den 1. Rang in der Serie Open1000, CHF 500.- für den 2ten Platz, und je CHF 200.- für den 3ten Platz und zusätzlich über 6000.- in Form von Wein für alle übrigen Serien). Weitere Faktoren sind sicherlich unsere interessanten Serien für jede Klassierung, die Möglichkeit in all seinen Serien mitzuspielen (womit eine grosse Anzahl von Matches erreicht werden kann), und natürlich unsere Spezial-Serien wie die Ein-Punkte-Serie oder die Spin-Gregor-Serie. Für einige geht es auch um den herzlichen Empfang bei uns im Wallis und um ein gemeinsames Erlebnis.

 

Welches sind die diesjährigen Favoriten?

Dieses Jahr nehmen ca. 20 A-Spieler am Turnier teil. Ich denke, dass folgende Spieler den Titel der Open1000 Serie unter sich ausmachen werden: Provost Damien, Rosenberg Roman, oder Yang Chengbowen, aber man sollte Hotz Christian nicht vergessen (welcher die Edition 2014 gewann), oder Zmirou Samy (Schweizermeister 2013), oder ein Lorincz Barna welcher immer für eine Überraschung gut ist.

 

An deinem Turnier geht es aber nicht nur um tolle Spiele, sondern auch noch um gemeinnütziges Engagement. Kannst du uns dazu mehr sagen? Wie kann man helfen, auch wenn man nicht am Turnier teilnimmt?

Genau richtig. Wir sammeln in diesem Jahr Beläge, Hölzer und Tischtennis-Material (neu oder gebraucht) für einen Klub und Spieler in Bosnien, welche leider nicht die nötigen finanziellen Möglichkeiten dafür haben, sich gut auszurüsten. Ich selber werde diesen Klub vom 09. Bis 16. Mai 2015 besuchen und das gesammelte Material jedem Spieler des Klubs persönlich übergeben. Dies finde ich sehr wichtig. Sofern jemand etwas abgeben möchte, an unserem Turnier aber nicht teilnehmen kann, besteht die Möglichkeit, mir das Material via Post an folgende Adresse zuzustellen: Fabian Lenggenhager, Chemin des Vendanges 20, 3960 Sierre. Vielen Dank für eure Spenden!