Leon Schüep feiert in Murcia seinen ersten internationalen Podestplatz

Das Schweizer Para-Tischtennis beendet das internationale Wettkampfjahr 2026 mit einem Erfolgserlebnis. Beim ITTF World Para Future Region de Murcia 2026 überzeugt Leon Schüep mit dem zweiten Platz und gewinnt damit seine erste internationale Medaille. Dirk Kretzschmar scheidet in einer stark besetzten Gruppe aus.

Text: Fabrice Descloux / Fotos: Dirk Kretzschmar

 

Für Dirk Kretzschmar (Klasse 2) endete das Turnier bereits in der Gruppenphase. Kretzschmar traf auf starke Konkurrenz und musste gegen zwei Spieler aus den Top 15 der Weltrangliste antreten. Nach seinem dritten Platz in Finnland Ende August blieb ihm ein weiterer Podestplatz diesmal verwehrt.

Umso erfolgreicher verlief das Turnier für Leon Schüep (Klasse 6). Schüep zeigte in Murcia eine starke Leistung und bezwang auf seinem Weg ins Finale drei Spieler, die in der Weltrangliste zwischen den Plätzen 30 und 50 klassiert sind. Erst im Endspiel wurde sein Lauf gestoppt: Gegen Ian Seidenfeld, Paralympics-Sieger von 2021 und Bronzemedaillengewinner von 2024, musste sich der Schweizer geschlagen geben.

Mit dem zweiten Platz gewann Schüep seine erste Medaille auf internationaler Ebene. «Ich habe sehr gut gespielt und bin natürlich sehr zufrieden mit meiner ersten Medaille», bilanziert Schüep. Seine starken Resultate sollen sich auch in der Weltrangliste bemerkbar machen: Nach eigener Einschätzung dürfte er rund 20 Positionen gutmachen und sich von Rang 53 in die Gegend von Rang 33 verbessern.

Der Erfolg bestätigt zugleich Schüeps grosse Fortschritte im Verlauf des Jahres 2026. Dazu beigetragen hat insbesondere das Training mit seinem Privattrainer Timothy Falconnier. In Murcia konnte Schüep zudem auf die Unterstützung von Trainer Fabrice Descloux und Teamkollege Kretzschmar zählen. Auch die Atmosphäre in Spanien hob Schüep positiv hervor.

Nach dem dritten Platz von Kretzschmar in Finnland und dem zweiten Platz von Schüep in Spanien endet das internationale Jahr für das Schweizer Para-Tischtennis damit positiv. Für Schüep ist die erste Medaille zusätzliche Motivation für die kommenden Aufgaben. Der Blick richtet sich nun auf 2027 und insbesondere auf die Europameisterschaften im August in Genf, bei denen das Schweizer Team hohe Ziele verfolgen wird.