Nationalliga A
Bei den Herren schafft kein Team zwei Siege – bei den Damen heimsen Neuhausen und Rapid Luzern die höchste Punkteanzahl ein
Einmal ist keinmal: in der Herren-Meisterschaft vermochte sich am vergangenen Wochenende keine Mannschaft zweimal durchzusetzen. Kloten und Rio-Star Muttenz feierten am Samstag beide einen Sieg und trennten sich dann am Sonntag mit einem Unentschieden. Rapid Luzern und UGS-Chênois unterlagen beide an beiden Tagen. Bei den Damen setzte sich Neuhausen zu Hause namentlich gegen Rio-Star Muttenz durch.
Text: Laurent Langel / Foto: René Zwald
Interessanterweise spielten am Wochenende drei Damen bei den Herren in der Nationalliga A. Neben der Titelverteidigerin Rachel Moret (Meyrin), die alle Begegnungen mit einem beachtlichen Erfolg bestritt (37% Siege insgesamt, 63% in der Rückrunde) und sich vor allem gegen den luganesischen Star Csaba Molnar durchzusetzen vermochte, nahmen auch Rahel Aschwanden (Wil SG) und Weronika Walna (Rapid Luzern) an der Doppelrunde des Wochenendes teil. Es ist erfreulich festzustellen, dass einige Damen das Niveau haben, um in der höchsten Liga des Landes zu spielen. Mit drei bestrittenen Spielen ist Walna nun Stammspielerin in der NLA und kann nicht mehr in der NLB spielen, während Aschwanden hingegen weiterhin in der NLB antreten kann.
Der an den ersten Spieltagen erspielte Vorsprung vom UGS-Chênois schmelzte dahin
Die Genfer hatten sich in den Runden 3 bis 6 an allen vier Begegnungen zu Hause durchgesetzt und hatten sich somit recht klar vom Tabellenende distanziert. Seit diesen vier Siegen musste das Team nun jedoch vier Niederlagen (davon drei auswärts) einstecken. Bei der nächsten Doppelrunde gegen Meyrin und Cortaillod wird es sich zeigen, ob sie diese Fast-Unschlagbarkeit (eine einzige Niederlage gegen den grossen Favoriten Muttenz) zu Hause beibehalten können. Ziel ist es, die Playoff-Teilnahme definitiv zu bestätigen.
Rapid Luzern weist nun zwei Punkte Rückstand auf Cortaillod und vier Punkte Rückstand auf Kloten auf. Für den Verein aus der Zentralschweiz wird es wohl schwierig sein, nicht auf einem der beiden letzten Plätze zu enden. Bei der nächsten Doppelrunde muss Cortaillod das Schlimmste verhüten, um am 2. April ein KO-Spiel gegen Kloten auszutragen, was dann als Remake des NLB-Finalspiels der vergangenen Saison angekündigt werden könnte.
Bei den Damen führt Neuhausen
Die Schaffhauserinnen machten sich die Abwesenheit der baslerischen Nummer 1 Ni Xialian zu Nutzen und setzten sich souverän 6-1 durch. Obwohl dieser Sieg einfach scheinen mag, ist zu betonen, dass die Spielerinnen von Neuhausen vier Spiele erst im Entscheidungssatz gewannen. Diese mentale Stärke machte den Unterschied und erlaubte Neuhausen vor allem, extrem positiv abzuschneiden. Für den ersten Schlussrang könnte dies ausschlaggebend sein, wenn sich beide Teams in allen ihren letzten Spielen durchsetzen. Rio-Star Muttenz weist zurzeit nämlich zwei Punkte Rückstand auf, hat jedoch auch ein Spiel weniger bestritten.
Mit seinen zwei Siegen am vergangenen Wochenende sicherte sich Rapid Luzern ebenfalls praktisch seinen Play-off-Platz mit sechs Punkten Vorsprung auf Münsingen.

