Nationalliga A

Trinko Keen, TTC Rapid Luzern, WR18 im April 2002

Nationalliga A

Rapid Luzern im Vormarsch bei den Herren – bei den Damen keine Überraschungen

 

Die Meisterschaft der Nationalliga A Herren wurde im Rahmen der letzten Doppeltour komplett aufgemischt. Der Holländer Trinko Keen, die ehemalige Nummer 18 der Welt (April 2002), verteidigt neu die Farben des TTC Rapid Luzern und hatte seinen ersten Auftritt in unserer Meisterschaft. Dank der Rückkehr von David Daus, der von seinen Rückenproblemen genesen ist, konnten sich die Luzerner drei von vier möglichen Punkten holen und den letzten Platz an Cortaillod abtreten. Bei den Damen gab es Siege von Rio-Star Muttenz und Neuhausen mit identischen Resultaten von 6:2.

 

Text: Laurent Langel / Foto: René Zwald

 

Der einige Tage vor der Doppeltour dieses Wochenendes auf der Facebook-Seite des Luzerner Clubs angekündigte Einsatz des Ex-Weltklassespielers Trinko Keen rief einige Fragen auf. Kommt er tatsächlich? Ist er fit? Spielt er mit David Daus? Tatsache ist, dass alle Fragen mit Ja beantwortet werden konnten und die Antworten klar für den TTC Rapid Luzern sprachen. Ja, er kam. Sein Niveau war fantastisch (6/6 im Einzel) und er spielte mit David Daus.

 

Dank dieser Leistung können die Luzerner von einem 6. Platz träumen und Promotions-/Relegationsspiele verhindern, bei denen Keen nicht aufgestellt werden dürfte, da er nicht bei 50 % der Gruppenspiele anwesend war. Allerdings wird der Weg der Luzerner nicht einfach sein. Es warten eine Begegnung auswärts in Muttenz (1.) und ein Heimspiel gegen UGS-Chênois (4.), das sich nach den beiden brillanten Siegen am Wochenende für die Play-offs qualifiziert hat.

 

Gleichzeitig wird der TTC Kloten, der am Sonntag gegen Luzern verloren hat, zuhause gegen Cortaillod (8.) und Meyrin (5.) stark aufspielen. Gemäss dem Szenario vom Samstag kündigt sich zwischen Kloten und Meyrin am Sonntag ein spannendes Spiel an. Fragt sich, ob die Zürcher ihre beiden Topspieler David Zombori und Daniel Zwickl gleichzeitig aufstellen können. Meyrin seinerseits wird seinen zurzeit topfitten Andrew Rushton, der in der Rückrunde 14 von 15 Spielen gewinnen konnte, mehr als nötig haben.

 

Auf den letzten vier Plätzen ist also alles möglich, was die Meisterschaft extrem spannend macht. Umso mehr, als es bis zum entscheidenden Wochenende vom 2./3. April 2016 noch ziemlich lange geht.

 

Ein 1. Platz dank mehr gewonnenen als verlorenen Spielen?

 

Die letzte Doppeltour bei den Damen verspricht Hochspannung: Wird Rio-Star Muttenz oder Neuhausen in den Play-offs den ersten Platz ergattern? Die Schaffhauserinnen haben dank ihrer Differenz von +24 einen leichten Vorteil. Ziel ist es, dadurch dem TTC Rapid Luzern im Halbfinale auszuweichen. Sofern den Luzernerinnen nicht die Überraschung gelingt, sich bei ihrer direkten Konfrontation mit den Tabellenführenden nicht zweimal durchzusetzen. Auch in der Meisterschaft der Damen der Nationalliga A ist damit noch alles offen …

 

Der letzte Platz für die Play-offs wird auf jeden Fall am letzten Tag, am 3. April, beim Match Münsingen – Young Stars ZH vergeben. Den Bernerinnen genügt ein Unentschieden, aber aufgepasst auf die ausgezeichnete Form von Sandra Busin, die ihre beiden Spiele gegen Muttenz, gegen Zumbrunnen (A17) und Svobodova (A20), gewinnen konnte.

NLA-Meisterschaft Herren

 

NLA-Meisterschaft Damen