Moret kämpft sich in die nächste Runde

Rachel Moret hat an den Europameisterschaften in Ljubljana einen gelungenen Turnierstart im Einzel hingelegt. Gegen die Litauerin Kornelija Riliškytė kämpfte sich die Schweizerin nach einem 0:2-Satzrückstand zu einem 4:2-Erfolg und steht damit im Sechzehntelfinal.

Text: Sebastian Lauener / Foto: WTT

 

Die als Nummer 32 gesetzte Rachel Moret bekundete zunächst Mühe mit dem Spiel von Riliškytė, die als Nummer 82 des Teilnehmerfeldes ihre Qualifikationsgruppe gewonnen hatte. Sätze eins und zwei (9:11, 6:11) gingen jeweils an die Litauerin. Anschliessend fand Moret jedoch immer besser ins Spiel und entschied die umkämpften Durchgänge drei und vier dank eines deutlich verbesserten Rückschlagspiels mit 15:13 und 13:11 für sich. Mit dem Satzausgleich im Rücken übernahm sie zunehmend die Kontrolle über die Partie. Die Westschweizerin blieb selbst in kritischen Phasen ruhig, liess sich von Punkteserien ihrer Gegnerin nicht aus dem Konzept bringen und setzte sich in den Folgesätzen mit 11:7 und 12:10 durch.

Auch mental überzeugte die Schweizerin. «Dank ihrer Erfahrung blieb Rachel auch in den starken Phasen ihrer Gegnerin ruhig. Sie hielt die Konzentration bis zum Schluss hoch», erklärt Nationaltrainer Samir Mulabdic. Als weiteren Schlüsselfaktor nennt Mulabdic Morets Bereitschaft, nach dem eigenen Aufschlag sofort die Initiative zu übernehmen.

Am Donnerstag wartet nun die bislang grösste Herausforderung des Turniers. Moret trifft in der Runde der letzten 32 auf die deutsche Topspielerin Nina Mittelham, die als Nummer 6 gesetzt ist und ihre Auftaktpartie gegen Ema Labosova ohne Satzverlust gewann. Die bisherigen Direktbegegnungen sprechen für die Deutsche. Entscheidend wird nun sein, wie gut sich Moret von ihrer Fussverletzung erholen kann. Gegen die favorisierte Deutsche erhält die Schweizerin die Chance, für eine Überraschung zu sorgen.