Nationalligen: Affoltern A/A in NLB, Vevey träumt von STTL

An diesem Wochenende fanden diverse Aufstiegsspiele in den Nationalligen B und C der Herren statt. Vevey kann nach dem Sieg gegen Luzern weiter vom Aufstieg in die STTL träumen, während Affoltern am Albis den Sprung in die NLB feiern konnte. Im Duell zwischen Sarnen und Zürich Affoltern muss ein drittes Spiel die Entscheidung bringen. 

Text: Lionel Weber / Fotos: René Zwald

Nationalliga B: Vevey und Bellinzona duellieren sich um den direkten Aufstieg 

Vevey setzte sich gegen Rapid Luzern zweimal mit 6:2 durch. Die Partien waren jedoch ausgeglichener, als es das Resultat vermuten lässt. Am Samstag bewies Vevey grosse Nervenstärke, indem die Westschweizer alle drei Spiele im Entscheidungssatz für sich entschieden. Celian Besnier gelang es sogar, zweimal einen 0:2-Rückstand noch zu drehen. Gemeinsam mit Sam Boccard führte er Vevey damit zum Sieg. Das Duo blieb sowohl im Einzel als auch im gemeinsamen Doppel – ebenfalls im Entscheidungssatz – ungeschlagen. 

Am Sonntag ersetzte Yannick Taffé bei Vevey Nicolas Simonet, während Luzern erneut mit David Daus, Lars Petersen und Lowis Vogler antrat. Taffé rechtfertigte das Vertrauen mit Siegen gegen Vogler und Petersen, während Boccard und Besnier im Einzel erneut ungeschlagen blieben. Vevey überzeugte wiederum vor allem in den Entscheidungssätzen und gewann alle drei entsprechenden Partien. 

Im Finale der NLB trifft Vevey nun auf Bellinzona. Die Tessiner hatten im Halbfinale ein Freilos, da UGS-Chênois auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen verzichtete. Der Sieger dieses Duells steigt in die STTL auf, während der Verlierer in der Relegation gegen Rapperswil-Jona eine weitere Chance erhält. 

Nationalliga C: Port, Fribourg und Affoltern A/A steigen auf 

Port und Fribourg erhielten in den Viertelfinals der NLC-Playoffs ein Freilos, da die Teams aus der Gruppe 1 auf die Teilnahme verzichteten. Da bereits die Qualifikation für die Halbfinals gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die NLB ist, standen beide Teams frühzeitig als Aufsteiger fest. 

Affoltern A/A machte den Aufstieg mit zwei 6:2-Siegen gegen Burgdorf perfekt. Die Zürcher liessen kaum Zweifel am Ausgang der Begegnungen aufkommen. Vor allem Alban Burgat und Markus Bott dominierten das Wochenende und gewannen all ihre Einzel. Adrian Raschle steuerte jeweils einen weiteren Sieg bei. Den Burgdorfern ist trotz der Niederlage hoch anzurechnen, dass sie als Viertplatzierte der Qualifikation den Kampf annahmen und gegen höher klassierte Gegner mehrere spannende Spiele liefern konnten.  

Das Duell zwischen Sarnen und Zürich Affoltern geht hingegen am kommenden Wochenende in die entscheidende dritte Runde. Sarnen konnte am Samstag in Affoltern vorlegen, verpasste jedoch im Rückspiel zuhause die Entscheidung. Für Affoltern war insbesondere die Leistungssteigerung von Jozef Ondis essenziell, der nach drei Niederlagen am Samstag am Sonntag seine Form fand und zwei Punkte holte. Zudem konnte das Team auf seinen Spitzenspieler Damian Zech zählen, der alle seine Spiele gewann. In dieser engen Serie könnte am Ende das Doppel den Ausschlag geben. 

Interview mit Alban Burgat (Affoltern am Albis) 

Alban Burgat, Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg! Wie hast du das Wochenende erlebt? 

Das ganze Team hat eine super Leistung gezeigt, auch wenn vor allem ich und Adrian (Raschle) im Rückspiel etwas angespannt waren. Markus (Bott) war schon die ganze Saison über sehr ruhig. Am Freitag haben wir nie am Sieg gezweifelt, weil wir schnell in Führung gegangen sind. Am Samstag waren wir dann etwas müde von der späten Heimreise und haben uns etwas unter Druck gesetzt, weil wir unbedingt den ersten Aufstieg der Clubgeschichte schaffen wollten. Ich gewann mein erstes Spiel knapp und Adrian verlor zwei, weswegen das Spiel weniger klar war. Zum Glück gewannen wir dann das Doppel souverän und konnten damit den Aufstieg sichern, auch wenn wir danach noch die restlichen Einzel spielen mussten. Zur Feier haben wir danach noch eine Runde Vierertisch gespielt und Pizza gegessen.  

Ihr wart souverän Gruppenerster, war es von Anfang an das Ziel aufzusteigen? 

Ja, deswegen haben wir uns auch mit Markus noch verstärkt. Wir waren sehr froh ihn dabeizuhaben, da er uns viel Druck abgenommen hat. Vor allem bei den Aufstiegsspielen war das wichtig, da wir unbedingt aufsteigen wollten und wir auf ihn zählen konnten, dass er drei Siege holt. Aber auch die anderen Aushilfsspieler des Teams, Dominik und Robin haben einen wichtigen Beitrag geleistet, da sie oft noch ein oder zwei entscheidende Siege beigetragen haben.  

Was sind jetzt eure nächsten Ziele? 

Das Ziel nächste Saison ist sicher erstmal der Klassenerhalt und dass wir als Team eine gute Saison spielen. Wir werden nächstes Jahr ein cooles Team sein, deswegen mache ich mir keine Sorgen darüber.  

Alban Burgat