RLT Nachwuchs (Top 8): Keusch und Kühn triumphieren bei den Ältesten

An diesem Wochenende fand in Châtelaine die Finalrunde des Ranglistenturniers Nachwuchs statt. In den meisten Kategorien setzten sich die Favoriten durch. Bei den älteren Knaben triumphierten mit Noe Keusch, Lowis Vogler und Silas Stalder Spieler, die auch international bereits überzeugen konnten. Bei den Jüngeren siegten mit Timéo Raimbaud und Adrian Feret die Top-16-Gewinner. Bei den Mädchen gingen drei der fünf Kategorien an Muttenzer Spielerinnen: Die Schwestern Enya und Elina Hu gewannen bei den Jüngsten, Emma Kühn siegte bei den Ältesten. Ebenfalls souveräne Erfolge feierten Ilvi Ulrich und Ruoqi Wei.

 

Text: Lionel Weber / Fotos: Jacques Troeder (Album) / Alle Resultate

 

U11 – Hu und Feret souverän

Elina Hu wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann sämtliche Spiele ohne Satzverlust. Auch ihre jüngere Schwester Elodie Hu überzeugte bei ihrem ersten Auftritt auf nationaler Bühne: Die Sechsjährige holte sich Rang drei und unterlag der Zweitplatzierten Celeste Matter (Ostermundigen) nur knapp nach einem vergebenen Matchball.

Elina Hu (Rio-Star Muttenz)

 

Adrian Feret (Versoix) bestätigte seinen Erfolg vom Top 16 und gewann die Knabenkategorie ebenfalls souverän. Seine anfängliche Nervosität legte er rasch ab und sicherte sich den Turniersieg mit nur einem Satzverlust vor Noah Correa (Meyrin). Erwähnenswert ist zudem der dritte Rang von Kelian Morandi (Young Stars Zürich), der sich im Vergleich zu Platz acht in der Qualifikation deutlich steigern konnte.

Adrien Feret (Versoix)

 

U13 – Raimbaud gewinnt knappe Clubduelle, Hu ohne Satzverlust

Am meisten gefordert wurde Timéo Raimbaud (ZZ-Lancy) in den Duellen mit seinen Clubkollegen Wai-Lam Trinh (3.) und Santiago Jeanneret (5.). Beide Spiele gingen über die volle Distanz und wurden erst in der Verlängerung des fünften Satzes entschieden. Die zwei knappen Siege am Morgen verliehen ihm viel Selbstvertrauen, sodass er am Nachmittag mit aktiver Spielweise überzeugte. Im entscheidenden Match um den Turniersieg bezwang er Adam Madi (Silver Star) mit 3:1.

Timéo Raimbaud (ZZ-Lancy)

 

Bei den Mädchen setzte sich Enya Hu (Rio-Star Muttenz) etwas deutlicher als erwartet durch. Das hochkarätige Duell gegen Michelle Wu (Uster) ging in die Neuauflage – diesmal mit klarer Überlegenheit für Hu. Michelle Wu hatte sich zuvor hauchdünn gegen ihre jüngere Schwester Emily Wu (Uster) durchgesetzt, die das Podest komplettierte.

Enya Hu (Rio-Star Muttenz)

 

U15 – Stalder nervenstark, Ulrich ohne Probleme

Bei den Knaben triumphierte Silas Stalder (Sarnen) vor Arthur Loustalot (ZZ-Lancy) und Charlie Hurtado (ZZ-Lancy). Besonders bemerkenswert war sein Sieg gegen Loustalot, der in bisherigen Direktduellen stets die Oberhand behalten hatte. Am dramatischsten verlief jedoch das Spiel gegen Hurtado: Nach einem 0:5-Rückstand im fünften Satz drehte Stalder die Partie noch zu seinen Gunsten. „Nach dem 0:5 habe ich versucht, aktiver mit der Vorhand zu spielen und Charlie zu Fehlern zu zwingen. Zu Beginn des Tages hatte ich etwas Mühe ins Spiel zu finden, aber am Schluss lief es super“, erklärte Stalder.

Silas Stalder (Sarnen)

 

Ilvi Ulrich ging als Favoritin ins Turnier und wurde dieser Rolle vollauf gerecht. Über den gesamten Tag verlor sie nur einen Satz: „Am schwierigsten war das letzte Spiel gegen Julia Gajewska (St. Gallen). Um die Konzentration hochzuhalten, habe ich bewusst Pausen zwischen den Ballwechseln eingelegt und versucht, ruhig zu bleiben.“ Hinter Ulrich kämpften Gajewska, Tasnim Jaber (Uster), Lin Yun Wei (Zürich-Affoltern) und Mila Dang (Veyrier) um die restlichen Podestplätze. Dang überzeugte mit grossem Kampfgeist, besiegte Jaber und Wei und sicherte sich Rang zwei. Das Podest komplettierte Wei, die gegen Top-16-Siegerin Gajewska einen 0:2-Rückstand noch drehen konnte.

Ilvi Ulrich (Rapperswil-Jona)

 

U17 – Vogler zeigt auch national seine Klasse, Wei beeindruckt

Bei den Mädchen setzte sich mit Ruoqi Wei (Zürich-Affoltern) die Favoritin durch. Selbst im Spitzenduell gegen Akyhata Patra (Neuhausen) gab sie keinen Satz ab. Spannend war hingegen der Kampf um Rang drei: Melina Schuhmayer (Uster) gewann im fünften Satz gegen Aarna Debnath (Ostermundigen) und sicherte sich damit Platz drei.

Ruoqi Wei (Zürich-Affoltern)

 

Bei den Knaben gab es zahlreiche hochklassige und ausgeglichene Partien. Lowis Vogler (Rapid-Luzern) setzte sich am Ende durch. Er musste dabei drei Mal in den Entscheidungssatz: „Schon das erste Spiel gegen meinen Clubkollegen Khenan Egli war schwierig, da wir uns schon lange kennen. Auch danach gab es einige enge Matches. In der Schweiz ist es für mich teilweise schwieriger als international, weil meine Gegner meine Schnittvariationen besser kennen.“ Vogler siegte vor Levi Ulrich (Rapperswil-Jona). Nachdem Ulrich tags zuvor in der NLB noch das direkte Duell gewonnen hatte, setzte sich Vogler diesmal deutlich durch: „Ich habe versucht, mehr zu variieren und aggressiver zu spielen. Das hat mir geholfen, diesmal zu gewinnen.“ Platz drei ging an Dylan McHugo (UGS-Chênois), der sich wie schon beim Top 16 knapp gegen Elias-Mate Simo (Bern) behauptete.

Lowis Vogler (Rapid-Luzern)

 

U19 – Keusch bestätigt Favoritenrolle, Kühn gewinnt ausgeglichene Mädchenkategorie

Noe Keusch (Young Stars Zürich) zeigte über den gesamten Tag hinweg eine souveräne Leistung. Von seiner Favoritenrolle unbeeindruckt, gab er lediglich einen Satz ab. Severin Scherer (Rio-Star Muttenz) musste sich einzig Keusch geschlagen geben und bewies in mehreren engen Partien Nervenstärke. Besonders der Fünfsatzsieg gegen Samuel Durrleman (UGS-Chênois) erwies sich als entscheidend im Kampf um Rang zwei. Durrleman sicherte sich später Platz drei. Dass auch in den hinteren Rängen um jeden Punkt gekämpft wurde, zeigte das Spiel zwischen Lenni Keusch (Young Stars Zürich) und Marc Landolt (Wetzikon): Keusch gewann ein episches Duell im Entscheidungssatz mit 23:21.

Noe Keusch (Young Stars Zürich)

 

Wie schon beim Top 16 war die U19-Mädchenkategorie die wohl spannendste und ausgeglichenste. Vor der letzten Runde hatten noch fünf Spielerinnen Chancen auf den Turniersieg. In der besten Ausgangslage befand sich Emma Kühn (Rio-Star Muttenz), die mit nur einer Niederlage ins entscheidende Spiel ging. Dort bewies sie starke Nerven und gewann im fünften Satz gegen Seraina Rosset (Horgen): „Mir ist es gut gelungen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich habe versucht, Punkt für Punkt zu spielen und nicht zu sehr auf das Resultat zu schauen.“ Zweite wurde Amira Meier (Kloten), die zwar das Direktduell gegen Kühn gewann, später jedoch etwas überraschend gegen Polina Gerashchenko (Chur) verlor. Das Podest komplettierte Livia Generowicz (Châtelaine).

 

Podestbilder:

U11 Mädchen

 

U11 Knaben

 

U13 Mädchen

 

U13 Knaben

 

U15 Mädchen

 

U15 Knaben

 

U17 Mädchen

 

U17 Knaben

 

U19 Mädchen

 

U19 Knaben