Schweizer Duo überzeugt an der U21-EM

Mit starken Auftritten in der Gruppenphase überzeugen Fanny Doutaz und Noe Keusch und qualifizieren sich für die nächste Runde an der U21-Europameisterschaft in Rumänien.

Text: Sebastian Lauener / Fotos: ETTU

 

Fanny Doutaz (im ETTU-Ranking der U21 die Nr. 13) zeigte an den U21-Europameisterschaften in Cluj-Napoca in einer sehr ausgeglichenen Gruppe eine überzeugende sowie kämpferisch sehr reife Leistung und sicherte sich mit zwei Siegen und einer Niederlage verdient den zweiten Platz. Gleich zum Auftakt gewann sie gegen Agnes Svensson (Nr. 46) in einem engen Fünfsatzspiel, wobei sie sich mit 11:5 im fünften Durchgang entscheidend absetzen konnte. Gegen die spätere Gruppensiegerin Natalia Bogdanowicz (Nr. 38) musste sie sich zwar mit 1:3 geschlagen geben, konnte aber gegen die Polin zumindest einen Satz für sich entscheiden und zeigte sich auch hier in diversen knappen Sätzen über weite Strecken nahezu ebenbürtig. Im abschliessenden Spiel gegen Elinor Davidov (Nr. 98) aus Israel stellte Doutaz insbesondere im entscheidenden fünften Satz ihre Klasse unter Beweis: Als es darauf ankam, gelang es ihr, technisch und taktisch umzustellen, unter anderem vermehrt Rückhandaufschläge einzusetzen und sich dadurch Vorteile gegenüber ihrer Kontrahentin zu verschaffen. Diese Anpassungsfähigkeit und ihre Nervenstärke waren entscheidend für den 11:8-Satzerfolg, der gleichbedeutend mit dem Sieg war. Insgesamt war die ganze Gruppe sehr ausgeglichen, sodass erwartbar war, dass insbesondere der Kampf um Platz 2 sehr knapp ausfallen würde. Doutaz überzeugte durchgehend mit ihrem Kampfgeist und zeigte eine ähnlich starke mentale Leistung wie bereits in London an der Team-WM, wo sie ebenfalls durch ihre Nervenstärke positiv aufgefallen war.

Noe Keusch (Nr. 44) präsentierte sich in seiner Gruppe ebenfalls mit einer insgesamt soliden Leistung. Zum Auftakt traf er auf Danilo Faso (Nr. 19) aus Italien und musste sich zwar mit 0:3 geschlagen geben, hielt jedoch in allen Sätzen gut dagegen, was das Resultat etwas deutlicher erscheinen lässt als der tatsächliche Spielverlauf vermuten lässt. Im zweiten Spiel zeigte er eine starke Reaktion und besiegte den Griechen Georgios Kosmas (Nr. 62) mit 3:1, nachdem er den ersten Satz noch abgegeben hatte. Im abschliessenden Gruppenspiel traf er auf Elias Sjögren (Nr. 31), der zuvor bereits zwei Niederlagen aufwies. Nachdem Keusch den ersten Satz in der Verlängerung abgeben musste, konnte er sich steigern und die folgenden drei Durchgänge dank guter Platzierung und konsequentem Spiel für sich entscheiden.

Damit schafften beide Schweizer Vertretungen den Einzug in die nächste Gruppenphase. Am morgigen Tag stehen die Mixed-Konkurrenz sowie die nächsten Einzelspiele auf dem Programm. Im Einzel trifft Keusch dabei auf Daniel Berzosa (Nr. 11, Spanien), Tiago Abiodun (Nr. 15, Portugal) und Nikon Shutov (Nr. 52, Russland). Doutaz wiederum wird sich in der Stage 2 mit Zuzanna Wielgos (Nr. 8, Polen), Jade Quynh-Tien Huynh (Nr. 52, Frankreich) und Lorena Morsch (Nr. 78, Deutschland) messen. Im Mixed wiederum treffen Doutaz/Keusch auf die dänische Paarung Mille Stoffregen (Nr. 39)/Oliver Berntsen (Nr. 44).