Schweizer Herren scheitern knapp, Doutaz vor entscheidendem Gruppenspiel

Nach den erfreulichen Überraschungssiegen zum Auftakt konnte die Schweizer Delegation am zweiten Wettkampftag der Einzel- und Doppeleuropameisterschaften in Ljubljana nicht an die Erfolge vom Vortag anknüpfen. Gegen besser klassierte Gegner hinterliessen die Schweizerinnen und Schweizer dennoch mehrere gute Eindrücke.

Text: Sebastian Lauener / Fotos: ETTU

 

Elias Hardmeier und Loic Stoll waren dank ihren Siegen am ersten Wettkampftag mit Chancen auf die Qualifikation für die Hauptrunde in ihre entscheidenden Gruppenspiele gestartet. Gegen die topgesetzten Gruppengegner konnten sie jedoch nicht nachlegen. Hardmeier unterlag dem Kroaten Ivor Ban mit 1:3, Stoll verlor gegen den Rumänen Andrei Istrate mit 0:3. Aufgrund des Direktvergleichs ist für beide Schweizer trotz der starken Leistungen zum Auftakt kein Weiterkommen mehr möglich.

Auch im Herrendoppel verpassten Hardmeier und Stoll die Qualifikation für das Hauptfeld. Gegen die Spanier Diego Lillo und Rafael De Las Heras mussten sie sich mit 0:3 geschlagen geben.

Am Abend endeten schliesslich auch die Hoffnungen von Rachel Moret und Fanny Doutaz auf einen Platz im Hauptfeld des Damendoppels. Gegen die Griechinnen Ioanna Gerasimatou und Aikaterini Toliou verloren die Schweizerinnen zwar mit 0:3, verkauften ihre Haut jedoch teuer. Die ersten beiden Sätze gingen mit 9:11 und 10:12 knapp an die Griechinnen. Im dritten Satz wehrten Moret/Doutaz nach deutlichem Rückstand mehrere Matchbälle ab und erarbeiteten sich ihrerseits noch zwei Satzbälle. Diese gingen teilweise unglücklich verloren, unter anderem nach einem Kantenball, ehe sich die Schweizerinnen nach einer dramatischen Schlussphase erst mit 15:17 geschlagen geben mussten. Damit fiel die Niederlage deutlich knapper aus, als das klare Satzergebnis vermuten lässt.

Im Einzelwettbewerb der Damen sind die Schweizer Farben weiterhin doppelt vertreten. Fanny Doutaz bestreitet am Dienstag ihr entscheidendes Gruppenspiel gegen die Moldauerin Alexandra Chiriacova. Mit einem Sieg würde sie sich den Gruppensieg und damit den Einzug in die Hauptrunde sichern. Nationaltrainer Samir Mulabdic sieht realistische Chancen: «Fanny geht natürlich ins Spiel, um sich für die Hauptrunde zu qualifizieren. Es ist eine machbare Aufgabe, aber Fanny muss einen guten Tag haben.»

Ebenfalls noch im Rennen ist Rachel Moret, die aufgrund ihrer Setzung direkt für das Hauptfeld qualifiziert ist. Nach dem Ausscheiden im Doppel richtet sie ihren Fokus nun vollständig auf den Einzelwettbewerb. Ihr erstes Spiel bestreitet sie am Mittwoch.

Das Fazit von Samir Mulabdic fällt trotz des Ausscheidens in den Doppelkonkurrenzen differenziert aus: «Es sind standesgemässe Resultate, aber um auf diesem Niveau regelmässig mitspielen zu können, muss das Niveau weiter stabilisiert werden. Besonders im Aufschlag-Rückschlag-Spiel gibt es noch Potenzial. Die Konsequenz ist klar: öfter Turniere auf diesem Niveau spielen und Trainingslager mit starken Partnern absolvieren.»