Beim WTT Feeder in Lagos (Portugal) trat ein Schweizer Quartett an. Rachel Moret, Ludivine Maurer, Chaitanya Vepa und Yoan Rebetez suchten den Anschluss an die internationale Konkurrenz, mussten sich aber insgesamt mit Achtungserfolgen begnügen
Text: Sebastian Lauener / Fotos: WTT
Am nächsten an einem Exploit war Rachel Moret. Die Schweizer Meisterin zeigte im Einzel eine kämpferisch starke Partie und verlangte der aufstrebenden Tschechin Hanka Kodet alles ab. Nach dem 0:2-Rückstand startet Moret eine eindrückliche Aufholjagd und zwang die Gegnerin in den fünften Durchgang. Dieser ausgeglichene Entscheidungssatz ging aber letztlich mit 9:11 an Kodet, womit Moret den Einzug in das Achtelfinale Runde denkbar knapp verpasste.
Im Mixed unterlag sie an der Seite von Mael Van Dessel (Luxemburg) im Achtelfinale gegen Joao Geraldo und Mariana Santa mit 1:3, wobei der vierte Durchgang sehr knapp an die portugiesische Konkurrenz ging.
Das Damen-Doppel entwickelte sich aus Schweizer Sicht zum Höhepunkt des Turnierverlaufs: Gemeinsam mit Tin-Tin Ho (England) sicherte sich Moret im Achtelfinale und im Viertelfinale jeweils stilsicher den Sieg. Erst im Halbfinale war die Hürde zu hoch und das Duo aus Chinesisch Taipeh zeigte Moret/Ho bei der 0:3-Niederlage die Grenzen auf, wobei insbesondere die ersten beiden Sätze nur knapp verloren gingen.
Ludivine Maurer hatte gegen international besser klassierte Gegnerinnen einen schweren Stand und konnte in ihrer Vierergruppe keinen Satzgewinn verzeichnen. Das Turnier kann jedoch als wertvolle Wettkampferfahrung auf WTT-Stufe verbucht werden, um sich schrittweise an das Tempo und die Intensität des internationalen Tischtennissports heranzutasten.

Bei den Männern präsentierte sich ein ähnliches Bild. Chaitanya Vepa bekam es im Einzel mit starker Konkurrenz zu tun und scheiterte in der Gruppenphase, ohne sich für die K.-o.-Runde qualifizieren zu können. Immerhin zwei Sätze konnte er für sich entscheiden, einen davon gegen Maxime Antoine-Michard, auf den Vepa im kommenden Superfinal zwischen ZZ-Lancy und Carouge möglicherweise erneut treffen könnte.
Auch Yoan Rebetez blieb im Einzel in der Gruppenphase hängen: Er holte zwar einen knappen Fünfsatzerfolg gegen Or Magen aus Israel, letztlich reichte aber Rebetez‘ zweiter Platz nicht zum Weiterkommen, obwohl er auch dem Gruppenersten Hsu Hsien-Chia (Chinesisch Taipeh) phasenweise Paroli bieten konnte.
Im Doppel traten Vepa und Rebetez gemeinsam gegen eine Luxemburgische Paarung an. Trotz eines umkämpften zweiten Durchgangs ging die Partie in drei Sätzen verloren.
