Team-WM: Die Schweiz bezwingt Madagaskar klar

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat an der ITTF Team‑Weltmeisterschaft 2026 in London ihre Favoritenrolle bestätigt und Madagaskar mit 3:0 bezwungen. Nach der Auftaktniederlage gegen die Slowakei gelang damit der erwartete erste Sieg im Turnier.

Text: Sebastian Lauener / Fotos: WTT

 

Wie auch gegen die Slowakei machte Fanny Doutaz (WR 723) den Anfang, dieses Mal gegen Hanitra Raharimanana (WR 146). Die Genferin, welche Raharimanana auch bereits in der französischen Meisterschaft mit 3:1 bezwingen konnte, geriet im ersten Satz früh mit 2:6 in Rückstand, fand jedoch rechtzeitig ins Spiel zurück und drehte den Durchgang mit einer starken Serie zum 11:8. Im zweiten Satz agierte insgesamt Doutaz stabiler, kontrollierte das Geschehen und setzte sich souverän mit 11:5 durch. Der dritte Satz verlief ausgeglichen, ehe Raharimanana in der Schlussphase die besseren Antworten hatte und mit 11:7 verkürzte. Doutaz liess sich davon jedoch nicht beirren: Nach einem konzentrierten Start und einem kurzen Zwischenspurt der Gegnerin entschied sie den vierten Satz mit 11:8 für sich – der erste Punkt für die Schweiz war gesichert.

Im zweiten Einzel bestätigte Rachel Moret (WR 143) ihre Klasse gegen Edena Prevot (WR 519). Der Start war noch umkämpft, doch nach dem 11:9 im ersten Satz nutzte die Schweizerin das Momentum konsequent. Mit variablem Aufschlagspiel und besonders im zweiten Satz druckvollen Rückhanderöffnungen dominierte Moret die folgenden Durchgänge klar und entschied die Sätze zwei und drei mit 11:2 und 11:3. Der Klassenunterschied wurde zunehmend deutlich – 2:0 für die Schweiz.

Für den Schlusspunkt sorgte Michelle Wu (aktuell ohne Ranking bei den Damen) gegen Harilalao Raharijaona (WR 435). Nach dem verlorenen ersten Satz bekam die Ustermerin ihre Nervosität in den Griff, steigerte sich markant und setzte die Madagassin mit konzentriertem Offensivspiel unter Druck. Mit einem klaren 11:2 schaffte Wu den Satzausgleich. Sie blieb auch danach spielbestimmend, gewann den dritten Satz sicher und zeigte im vierten Durchgang Nervenstärke: Nach einem Rückstand drehte sie den Satz, erspielte sich bei 10:9 den ersten Matchball und verwertete diesen direkt zum 3:1‑Sieg.

Mit dem 3:0‑Erfolg erfüllte die Schweiz die Pflichtaufgabe gegen Madagaskar souverän. Im letzten Gruppenspiel am morgigen Tag (13:30 Uhr) trifft das Team nach der Auftaktniederlage gegen die Slowakei von vergangenem Dienstag und dem heutigen Sieg nun auf Chile.