Vorschau Elite SM 2015

Elia Schmid Schweizermeister 2014

Vorschau auf die Elite-SM

In wenigen Tagen beginnt das grosse Fest des Schweizer Tischtennis

 

Text: Laurent Langel; Foto: René Zwald

 

Die 82. Elite-Schweizermeisterschaft wird in Zug, im Herzen der Schweiz, unter der Anleitung der Organisationskomitee-Präsidentin Brigitte Hirzel organisiert und wird während eines Wochenendes zum Treffpunkt der ganzen Schweizer Tischtennis-Szene. Sei dies auf politischer Ebene an den verschiedenen Versammlungen, auf den Tribünen oder die Spieler am Tisch: alle freuen sich darauf. Hier ein kleiner Überblick der Favoriten und der Duelle, die zu erwarten sind. 

 

 

Damen: Linke und Fauvel könnten Verwirrung stiften

 

Bei den Damen kommt mit der ersten Teilnahme von Camille Linke (Baar) und Amanda Fauvel (Anthony/F) frischer Wind in den Wettkampf. Amanda Fauvel war zwar schon im vergangen Jahr angemeldet, konnte jedoch verletzungsbedingt nicht daran teilnehmen. Diese beiden hervorragenden Spielerinnen (Fauvel ist als Nr. 3 und Linke als Nr. 5 gesetzt) möchten beweisen, dass sie von nun an bei diesem Wettkampf mitreden werden. Vermag Linke einen fünften Halbfinal in Folge zwischen der Titelverteidigerin Rachel Moret (Entente Pongiste Isséenne/F) und Laura Schärrer (Weil am Rhein/D) zu verhindern? Darf Fauvel im Halbfinal Rahel Aschwanden (Weil am Rhein/D) herausfordern?
Ganz bestimmt sind alle anderen Teilnehmerinnen mit diesen Aussichten nicht einverstanden und werden sich kräftig ins Zeug legen, wie etwa die letztjährige Halbfinalistin Céline Reust (Weil am Rhein/D), die theoretisch im Viertelfinal auf Moret treffen könnte.
Auch von einigen Achtelfinals ist bereits jetzt davon auszugehen, dass sie spannend werden. Das darf keinesfalls verpasst werden: Samstag ab 17:45 Uhr.

 

Herren: Mit zahlreichen Anwärtern ist alles möglich

 

Wer wird der Nachfolger von Elia Schmid (Rio-Star Muttenz)? Ausser dem Titelverteidiger selbst können viele Namen erwähnt werden, denn der Wettkampf scheint sehr offen zu sein. Sein ehemaliger Mannschaftskollege in Muttenz, Lionel Weber (Saint-Louis/F), die drei ehemaligen Schweizermeister Nicola Mohler (Saint-Louis/F), Christian Hotz (Wil SG) und Samy Zmirou (Veyrier) sowie Nicolas Champod (UGS-Chênois), der international mit vielen guten Leistungen auf sich aufmerksam macht, sind alles Titelanwärter, was diese Schweizermeisterschaft noch interessanter macht.
Besonders aufmerksam sollte Mohler beobachtet werden, der nun mit langen Noppen (Rückhand) spielt. Wird dieser im Sommer erfolgte Materialwechsel für ihn nun zum Vorteil? Aufgrund seiner Resultate in Frankreich ist davon auszugehen, dass er auch mit diesem Materialwechsel zu sehr guten Leistungen fähig ist.

Mit den aufstrebenden jungen Spielern muss sich jeder dieser Favoriten auf eine schwierige zweite oder dritte Runde gefasst machen. Da sollte man den Wettkampf nicht mit allzu vorausschauenden Gedanken angehen, da man vielleicht vorzeitig ausscheiden könnte. Dies betrifft auch Lionel Weber, der in seiner Tabellenhälfte bestimmt auf einen dieser drei U18-Spieler treffen wird: Nicolas Simonet (Cortaillod), Colin Lanz (Thun) oder Simon Schaffter (Hennebont/F). Es ist auch ein Achtelfinal zwischen Schmid und Daniel Memmi (UGS-Chênois) möglich, konnte Memmi nach zwei klaren Niederlagen in der NLA Schmid am Turnier in Brügg doch in sieben hart umkämpften Sätzen besiegen.

 

Doppel:

 

Die Titelverteidiger im Mixed Doppel (Moret/Mohler), Damen Doppel (Moret/Aschwanden) und Herren Doppel (Mohler/Weber) scheinen den Gegnern zwar eine kleine Länge voraus zu
sein, aber gerade in den Doppel-Kategorien kommt es oft zu den grössten Überraschungen. Die Prognosen sind somit mit Vorsicht zu betrachten.

Festzuhalten sind die laufenden Serien: Moret und Aschwanden mit 3 Titeln in Folge im Damen Doppel und Moret und Mohler mit 4 Titeln in Folge im Mixed Doppel.

Swiss Table Tennis lädt dieses Wochenende alle Tischtennis-Begeisterten nach Zug ein, um die besten Athleten des Landes anzufeuern und zu unterstützen.