Vorschau Schweizermeisterschaften Elite und Para 2026

Am 21. und 22. März 2026 trifft sich die nationale Tischtennis-Elite im Nationalen Sportzentrum Tenero im Tessin zu den Schweizer Meisterschaften Elite & Para. Damit kehrt die wichtigste nationale Einzelmeisterschaft nach zehn Jahren wieder nach Tenero zurück und verspricht hochklassigen Sport sowie spannende Duelle um die begehrten Titel.

Text: Lionel Weber / Fotos: René Zwald

 

Damen- und Herren-Einzel 

Bei den Herren gibt es auch dieses Jahr eine Vielzahl an Titelanwärtern. Zu den Herausforderern von Titelverteidiger Elias Hardmeier gehört nach letztjähriger Abwesenheit auch wieder die Nummer 1 des Schweizer Rankings, Elia Schmid. Schmid könnte bereits in der zweiten Runde auf Filip Karin treffen, gegen den er schon mehrere spannende Duelle ausgetragen hat. Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt der Zürcher Noe Keusch und Barish Moullet. Moullet konnte an den Schweizer Meisterschaften bereits mehrfach über sich hinauswachsen, während der junge Keusch in der STTL eine äusserst starke Saison zeigt. 

Auch ZZ-Lancy und Rio-Star Muttenz dürfen sich Hoffnungen auf Medaillengewinne oder gar den Titel machen. Die Genfer schicken mit Yoan Rebetez, Loic Stoll und Chaitanya Vepa ein schlagkräftiges Trio ins Rennen. Muttenz setzt auf Cédric Tschanz und Pedro Osiro, der im Januar beim internen Qualifikationsturnier für das Europe Top 16 bereits einen Erfolg feiern konnte. Tschanz könnte in der zweiten Runde auf Timothy Falconnier treffen, der nach langer Verletzungspause sein Comeback auf nationaler Bühne gibt. 

Bei den Damen könnte es auch dieses Jahr wieder zum Duell zwischen Rachel Moret und Fanny Doutaz kommen. Die Rekordsiegerin Moret geht dabei erneut als klare Topfavoritin ins Rennen. Doch die Vorherrschaft der beiden Westschweizerinnen könnte diesmal auf die Probe gestellt werden: Mit Michelle Wu, Enya Hu und Ilvi Ulrich befinden sich gleich drei junge Nachwuchsspielerinnen in den Top 6 der Setzliste. Ulrich und Hu könnten dabei bereits im Viertelfinale aufeinandertreffen.  

Titelverteidiger Elias Hardmeier

Doppel und Mixed Elite 

Ähnlich präsentiert sich die Situation im Doppel. Bei den Frauen gelten die Titelverteidigerinnen Moret/Doutaz als klare Favoritinnen. Dennoch werden sie von einigen jungen Paarungen herausgefordert. Michelle Wu und Enya Hu, die aufgrund von vielen internationalen Auftritten bereits ein eingespieltes Team sind, sind an Nummer zwei gesetzt. Und auch Ulrich/Patra und Tullii/Maurer ist am Wochenende eine Überraschung zuzutrauen.

Im Herrendoppel gibt es hingegen eine grosse Bandbreite an Favoriten. Im vergangenen Jahr sicherten sich Hardmeier/Schärrer den Titel, doch mehrere eingespielte Paarungen sind auf Revanche aus. So stehen mit Osiro/Tschanz und Vendé/Moullet Teams am Start, die in den vergangenen Jahren bereits den Titel gewinnen konnten. Die beiden Paarungen könnten bereits im Viertelfinale aufeinandertreffen. Spannend wird auch der Auftritt der ehemaligen Klubkollegen Schmid/Miller, des Verteidigungsduos Stoll/Champod sowie des starken Genfer Doppels Vepa/Rebetez. Aufgrund der grossen Dichte im Feld gibt es zudem zahlreiche weitere Paarungen, die im Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden dürften. 

In der Mixed-Kategorie haben sich die Vorjahressieger und fünffachen Schweizermeister Moret/Champod entschieden, getrennte Wege zu gehen. Rachel Moret wird an der Seite ihres Bruders Robin Moret antreten, während Nicolas Champod mit Ludivine Maurer spielt. An Nummer 1 gesetzt sind deshalb die letztjährigen Finalisten und Schweizermeister des Jahres 2024, Doutaz/Rebetez. Die Genfer Paarung spielt im Gegensatz zu den meisten anderen Top-Teams bereits seit mehreren Jahren zusammen und geht daher als Favorit ins Turnier. 

Akhyata Patra und Ilvi Ulrich

Standing 

In der Kategorie Standing könnte es auch dieses Jahr auf einen Dreikampf zwischen Titelverteidiger Leon Schüep und seinen Kontrahenten Fabian Lichtin und Valentin Kneuss hinauslaufen. Schüep machte in der vergangenen Saison grosse Fortschritte und entthronte den vierfachen Schweizermeister Lichtin. Ein erneutes Aufeinandertreffen scheint auch dieses Jahr möglich. 

In der Gruppenphase trifft Lichtin jedoch zunächst auf Kneuss. Die beiden haben sich in den letzten Jahren bereits einige intensive Duelle geliefert, und es wird spannend sein zu sehen, wer dieses Mal die Oberhand behält und Schüep im weiteren Turnierverlauf herausfordern kann. 

Para 

In der Kategorie Para gilt Rolf Acklin erneut als Topfavorit. In den vergangenen Jahren dominierte er diese Kategorie bei den Schweizer Meisterschaften. Dennoch gibt es mehrere Kandidaten, die ihn dieses Jahr herausfordern wollen. Markus Jutzi, Ali Hassani, Martin Altermatt oder der letztjährige Finalist Elvir Selimovic könnten am ehesten für eine Überraschung sorgen. 

Tetra 

In der Kategorie Tetra wird Titelverteidiger Dirk Kretzschmar von Silvio Keller, Leny Elizarovund Andrea Linermeier herausgefordert. In den letzten Jahren konnte sich Kretzschmar jeweils mehr oder weniger deutlich durchsetzen, doch die Konkurrenz um Keller wird alles daransetzen, ihn dieses Jahr zu bezwingen. 

Para/Tetra Doppel 

Im Para/Tetra-Doppel gibt es auf den ersten Blick drei Paarungen, die den Titel unter sich ausmachen könnten. Letztes Jahr gewannen Jutzi/Altermatt den Titel und gelten somit als Favoriten. Doch auch die letztjährigen Finalisten und Halbfinalisten Acklin/Keller und Selimovic/Kretzschmar sind wieder am Start und bekommen ihre Chance auf eine Revanche. 

Silvio Keller und Rolf Acklin