WTT Youth Contender Metz: Elina Hu auf dem Podest

Beim stark besetzten WTT-Turnier im französischen Metz erzielten die Schweizer Nachwuchshoffnungen mehrere beachtliche Resultate. Allen voran überzeugte Elina Hu mit Rang 3. Enya Hu erreichte das Viertelfinale, während Noe Keusch und Ilvi Ulrich bis in die Achtelfinals vorstiessen. Das Turniergeschehen wurde insgesamt von den chinesischen Spielerinnen und Spielern geprägt.

Text: Lionel Weber / Fotos: WTT, Pedro Pelz

 

U19: Keusch knapp am Viertelfinale vorbei 

Für Noe Keusch (U19-WR 129) verlief das Turnier wechselhaft. Mit zwei überzeugenden Siegen gegen die höher eingestuften Franzosen Nathan Pilard (WR 37) und Sandro Cavaille (WR 67) setzte er starke Akzente. Demgegenüber standen Niederlagen in der Gruppenphase gegen Francesc Carrera (WR 241) aus Spanien sowie im Achtelfinale gegen den Polen Samuel Michna (WR 108). Besonders die Achtelfinalpartie dürfte Keusch noch beschäftigen: Nach einer 2:1-Führung musste er sich dem späteren Turniersieger im Entscheidungssatz mit 9:11 geschlagen geben. 

Lovis Vogler (WR 99) qualifizierte sich als Gruppenzweiter ebenfalls für das Haupttableau, schied dort jedoch in der ersten Runde aus. Ruoqi Wei (NR) und Levi Ulrich (WR 265) verpassten den Einzug in die Hauptrunde. Im Mixed überzeugten Wei und Keusch bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt mit dem Einzug ins Achtelfinale. 

U17: Achtungserfolge trotz starker Konkurrenz 

In der Kategorie U17 überstanden Enya Hu, Ruoqi Wei, Lowis Vogler und Levi Ulrich die Gruppenphase, mussten sich jedoch in der Hauptrunde früh geschlagen geben. 

Enya Hu (WR 112) besiegte in der Gruppenphase die Deutsche Anna Walter (WR 146), traf danach aber früh auf die chinesische Abwehrspielerin Feng Shuo (WR 559), die sich als zu stark erwies. Ruoqi Wei (NR) gelang mit einem Sieg gegen Bianca Borges (WR 120) ein beachtlicher Erfolg, bevor sie in der ersten Runde in einem engen Spiel der Italienerin Manon Loth (WR 96) unterlag. 

Auch Lin Yun Wei (NR) zeigte mit einem Sieg gegen die Koreanerin Lee Yeseo (WR 159) ihr Potenzial, verpasste jedoch aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses den Einzug in die nächste Runde. Lowis Vogler (WR 40) dominierte seine Gruppe, musste sich anschliessend aber klar dem Chinesen Li Shangjun (WR 74) geschlagen geben. 

Levi Ulrich

U15: Endstation China 

In der U15-Kategorie zeigten insbesondere Enya Hu (WR 29) und Ilvi Ulrich (WR 53) starke Leistungen. Beide gewannen ihre Gruppen souverän und überzeugten auch in der Hauptrunde – bis sie auf die chinesische Konkurrenz trafen. 

Ilvi Ulrich unterlag im Achtelfinale Feng Shuo (WR 168), Enya Hu scheiterte im Viertelfinale an Sun Xiaowei (WR 69). Trotz der 0:3-Niederlagen konnten die Schweizerinnen im Vergleich zu den Begegnungen zwei Tage zuvor in der U17-Kategorie eine Leistungssteigerung zeigen und waren näher an Satzgewinnen. 

Für die Schweizer Jungs erwies sich die Konkurrenz als zu stark: Arthur Loustalot, Charlie Hurtado und Silas Stalder schieden bereits in der Gruppenphase aus. 

U13: Elina Hu glänzt mit Podestplatz 

In der U13-Kategorie zeigte Elina Hu (WR 22) als einzige Schweizer Teilnehmerin eine starke Leistung. Mit Siegen gegen Alessandra Muller (NR) und Lara Monteiro (WR 20) qualifizierte sie sich für das Halbfinale. 

Besonders im Spiel gegen Monteiro bewies Hu grosse mentale Stärke, als sie einen 0:2-Satzrückstand noch drehte. Im Halbfinale gegen Louise Lounas (WR 128) konnte sie jedoch nicht mehr an diese Leistung anknüpfen und unterlag mit 0:3. Vor allem im Aufschlag-Rückschlag-Spiel war ihr die Französin überlegen und verhinderte so, dass Hu ihren Rhythmus fand. 

„Das Turnier war mit starker asiatischer Konkurrenz besetzt, weshalb die Resultate etwas weniger erfolgreich ausfielen als zuletzt. Dennoch sind die Ränge 3 und 5 von Elina und Enya hoch einzustufen. Auch spielerisch haben unsere Athletinnen überzeugt und konnten gegen teilweise ältere chinesische Gegnerinnen gut mithalten. Im Hinblick auf die Jugend-EM war das Turnier für das gesamte Team eine wertvolle Erfahrung.“ Samir Mulabdic – Cheftrainer