Vorschau Europameisterschafen Elite

Diesen Sonntag beginnen in Ljubljana (Slowenien) die Europameisterschaften Elite im Einzel, Doppel und Mixed. Für die Schweiz treten Rachel Moret, Fanny Doutaz, Elias Hardmeider und Loic Stoll an. Während Teamleaderin Moret direkt für die Hauptrunde qualifiziert ist, müssen die anderen zuerst die Gruppenphase überstehen, um sich anschliessend mit den besten Spielerinnen und Spieler Europas messen zu können.  

Text: Lionel Weber / Fotos: WTT 

Damen: Können Moret und Doutaz die Resultate von London bestätigen? 

Die Saison hat eben erst begonnen und schon steht für die Schweizer Elite mit den Europameisterschaften eines der Highlights der Saison an. Aus Schweizer Sicht erinnern wir uns gerne an den letzten Grossanlass, die Team-WM im letzten April, zurück. Dort gelang den Schweizerinnen mit der Qualifikation für die besten 32 Teams ein veritabler Exploit. An den Europameisterschaften gibt es für die Schweizerinnen Moret und Doutaz nun die Chance, diese positive Tendenz zu bestätigen. Moret kann dabei von ihrem guten Ranking profitieren und ist direkt für die Hauptrunde gesetzt. Für Cheftrainer Samir Mulabdic ist das Ziel deswegen klar: “Als gesetzte Spielerin ist es für Rachel das Ziel, ihre Setzung zu bestätigen und die erste Runde zu überstehen.” An bisherigen Grossanlässen hat Moret gezeigt, dass sie anschliessend oft auch gegen stärkere Gegnerinnen bestehen kann, weswegen ihr in Ljubljana einiges zuzutrauen ist.  

Doch auch Doutaz hatte im Frühling an den Weltmeisterschaften mit wichtigen Siegen überzeugt und einen grossen Sprung in der Weltrangliste gemacht. Als junge Spielerin geht es für sie aber auch immer noch darum, Erfahrungen zu sammeln. “Ich habe noch nicht an vielen grossen Elite-Turnieren teilgenommen und freue mich, mich mit den starken Spielerinnen zu messen”, berichtet Doutaz. “Eines meiner Ziele ist es, ein konstant hohes Spiellevel abrufen zu können, da ich in der Vergangenheit noch etwas zu oft Schwankungen in meinem Spiel hatte. Ich möchte das ganze Turnier über positiv bleiben und hoffe, einige Gegnerinnen überraschen können.” 

Rachel Moret

Herren: Hardmeier und Stoll wollen den Exploit 

Bei den Männern treten Elias Hardmeier und Loic Stoll für die Schweiz an. Hardmeier zeigt sich vor dem Turnier zuversichtlich: “Ich fühle mich gut und bin bereit für die EM. Ich hatte bereits einige Ligaspiele, bin in guter Form und möchte über mich herauswachsen. Das braucht es an der EM, um einen Exploit zu schaffen.” Sein Ziel ist die Qualifikation für die Hauptrunde und damit der Einzug unter die besten 64 von Europa. An den letzten Europameisterschaften vor zwei Jahren gelang Hardmeier bereits der Einzug in die Zwischenrunde, dieses Jahr soll es nun noch weiter gehen. Das Spielsystem sieht dieses Jahr jedoch keine Zwischenrunde vor. Wer sich für die Hauptrunde qualifizieren will, muss von Anfang an bereit sein und seine Gruppe gewinnen. Hardmeier hat aber einen Plan, wie er dies erreichen will: “Wenn ich Spass habe, spiele ich meistens locker auf und kann mein bestes Niveau abrufen. Deswegen ist das erste Ziel, mit Spass zu spielen.  

Hardmeier spielt dieses Jahr in der dritten Bundesliga und will mit seinem Team Effeltrich aufsteigen. “Da wir dieses Jahr aufsteigen wollen sind wir in jedem Spiel gefordert und haben mehr Druck als sonst. Das macht das Ganze interessant und es ist cool, so ein Ziel verfolgen zu können.” In der Vorbereitung auf die Europameisterschaften hat er einen Fokus auf die Physis gesetzt: “Ich habe einen sehr physischen Spielstil, weswegen es für mich wichtig ist, fit zu sein und die Regeneration nicht zu vernachlässigen. Dies ist mir diese Saison bisher gut gelungen und jetzt bin ich bereit für die EM und freue mich, alles für die Schweiz geben.” 

Auch Loic Stoll tritt gemäss seiner Position im europäischen Ranking eher als Aussenseiter an. Der Verteidigungsspieler kann aber auf internationalem Parkett oftmals über sich herauswachsen und mit seiner gefährlichen Schnittvariation so manchen Gegner in Verlegenheit bringen. Cheftrainer Mulabdic hofft auf den ein oder anderen Exploit in der Gruppenphase: “Wir werden wohl oftmals als Nummer 2 oder 3 der Gruppe gesetzt sein und es wäre toll, wenn wir den ein oder anderen stärkeren Gegner schlagen können und den Einzug in die Hauptrunde schaffen”.  

Elias Hardmeier